Panorama

Sieben-Tage-Inzidenz steigt Mehr Neuinfektionen im Wochenvergleich

Ein Arzt hält in einer Hausarztpraxis einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt stetig an.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Wieder registriert das Robert-Koch-Institut Tausende Corona-Neuinfektionen, deutlich mehr als vor einer Woche. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung steigt im Wochenvergleich leicht.

In Deutschland sind innerhalb eines Tages knapp 7500 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 7485 neue Ansteckungsfälle registriert. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 250 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das Institut binnen eines Tages 5480 Neuinfektionen und 238 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich leicht. Bundesweit stieg sie den Angaben zufolge von 107,3 auf 108,1. Dass die Inzidenz steigt, obwohl die Neuinfektionen sinken, hat mit unterschiedlichen Datengrundlagen zu tun (siehe Infobox).

Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. Am Wochenende hatte der bundesweite Inzidenzwert die Marke von 100 überschritten.

Das RKI meldete außerdem 250 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, 15 weniger als vor einer Woche. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.674.710. Insgesamt starben 74.964 Infizierte.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,12 (Vortag 1,22). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 112 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Korrektur: Aufgrund eines falschen Vergleichswerts hieß es hier zunächst, die Zahlen seien im Wochenvergleich gesunken. Das Gegenteil ist aber der Fall.

Oster-Lockdown kommt

Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten bei ihrem Corona-Gipfel in der Nacht zu Dienstag auf einen verschärften Lockdown in der Osterwoche verständigt. In der kommenden Woche soll das öffentliche Leben in Deutschland für fünf Tage weitgehend heruntergefahren werden.

Darüber hinaus wurden die bestehenden Lockdown-Regeln bis zum 18. April verlängert und punktuell verschärft. Damit gilt auch weiterhin die Anfang März beschlossene Notbremse, die bei einem Inzidenzwert von über 100 greifen soll.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa/AFP

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