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Lektion: Heroin tötet! Mutter postet Foto mit totem Ehemann

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Eva Holland posiert mit ihren Kindern am offenen Sarg ihres Mannes.

(Foto: Facebook/Eva Holland)

Eine Mutter teilt in den sozialen Netzwerken ein Foto, das vielen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zu sehen ist darauf, wie sie mit ihren Kindern am offenen Sarg des verstorbenen Familienvaters steht. Doch genau das sollen alle sehen.

Eva Holland trägt an diesem Tag ein blaues Kleid, auch ihre Kinder Lucas und Ava sind hübsch gemacht. Es ist das letzte Foto, das die Familie komplett zeigt, Mutter, Kinder und Vater. Doch der Vater, Mike Settles, liegt offen aufgebahrt im Sarg.

Trotzdem hat Holland das Foto sowohl auf ihrem Facebook-Account als auch bei Instagram veröffentlicht. Warum, das schreibt Holland zu dem Foto. Sie sei sicher, dass sich viele Menschen mit dem Bild unwohl fühlen werden. Der Hauptgrund, warum sie es dennoch zeige, sei, dass es die Realität von Sucht zeige.

Mike Settles, ihr Mann, war am 2. September gestorben, nachdem er einen letzten Rückfall in die Heroinsucht hatte. "Wenn Sie sich nicht jeden Tag dafür entscheiden zu gesunden, wird dies der einzige Ausweg sein", schrieb die Frau aus Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio. "Kein Elternteil sollte sein Kind begraben und kein Kind, das so jung ist wie unsere, sollte seine Eltern begraben." Settles hatte vor dem verheerenden Rückfall eine Reha abgeschlossen. Danach sei er ein anderer Mann geworden: der Ehemann, Sohn, Bruder und Vater, den sie alle gebraucht hätten.

Die falsche Wahl

Wegen schwerer Zahnbeschwerden nahm er jedoch Schmerzmittel und kurz darauf auch wieder Drogen. "Das musste nicht passieren, aber eine falsche Wahl hat seine Familie zerstört." Sie sei elf Jahre mit Mike zusammen gewesen. Holland schrieb, sie nehme in Kauf, dass Menschen über ihren Eintrag verärgert sein könnten. Aber wenn die Fakten versteckt würden, setze sich die Epidemie immer weiter fort. "Die kalte, harte Wahrheit ist: Heroin tötet." Sie habe die Geschichte ihres Mannes teilen müssen, weil sie vielleicht jemand anderem helfen könne.

Trotz des schockierenden Fotos bekam Holland viel Lob in den sozialen Netzwerken. "Ich bin auch ein Süchtiger", schrieb Tammy McLeod Ivey, "und Ihre Geschichte bricht mir das Herz." Ein anderer schrieb: "Gott segne Sie für den Mut, Heroin den Krieg zu erklären." Inzwischen wurde der Facebook-Eintrag über 275.000 mal von Menschen auf der ganzen Welt geteilt.

Quelle: ntv.de, sba