Panorama

Von Überwachungskamera gefilmt Mutter stürzt sich auf Kidnapper

Hinter dem Rücken der Mutter greift sich ein Mann in einem US-Supermarkt plötzlich ein 13-jähriges Mädchen, will es offenbar vor aller Augen entführen. Doch der Plan geht gründlich schief - und das liegt nicht nur an der furchtlosen Mutter.

Eine Überwachungskamera in einem Supermarkt in Florida zeichnet dramatische Sekunden auf: In einem unbeobachteten Moment greift sich ein Mann ein 13-jähriges Mädchen, während die Mutter nur wenige Schritte entfernt etwas aus dem Regal holen will. Nachdem das Kind zu Boden gefallen ist, zerrt der Mann es durch die Flure in Richtung Ausgang, ohne dass sich das völlig verschreckte Mädchen wehren kann. Doch er hat nicht mit der Mutter gerechnet.

Sie reagiert geistesgegenwärtig, hängt sich mit ganzer Kraft an die Beine ihre Tochter und versucht, sie dem Entführer zu entreißen. Was die Kamera nicht aufzeichnet, sind die verzweifelten Schreie, von denen Augenzeugen später berichteten. Erst, nachdem er das Kind mehrere Meter hinter sich her geschleift hat, lässt der Entführer schließlich von ihr ab - und will das Weite suchen.

Was er nicht wissen kann: Genau in diesem Moment hält ein Polizist mit seinem Streifenwagen vor dem Supermarkt. Wie die Polizei später mitteilt, ist es der Einkaufsleiter, der ihm aufgeregt in die Arme läuft und auf den fliehenden Entführer aufmerksam macht. Noch bevor der mit seinem Wagen losfahren kann, versperrt ihm der Beamte mit vorgehaltener Waffe den Weg. "Er ließ sich widerstandslos festnehmen", heißt es im Polizeibericht.

Mehrfach vorbestrafter Täter

Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Kidnapper um einen 30-jährigen Mann aus Florida, der mehrfach vorbestraft ist - allerdings wegen kleinerer Delikte. Völlig unklar ist, was das Motiv des Mannes war. Nach Angaben der Behörden sei er zuvor nie wegen eines Sexualdelikts in Erscheinung getreten. "In zehn Jahren habe ich so etwas noch nicht erlebt", berichtete ein Polizist der "Washington Post". "Es ist ganz klar, dass er dieses Kind vor aller Augen entführen wollte."

Mutter und Tochter seien nach dem Vorfall wohlauf, hieß es vonseiten der Polizei. Sie seien zwar völlig verschreckt gewesen, hätten sich aber bei dem Handgemenge nicht verletzt. "Das Ganze hätte schlimm enden können", sagte ein Sprecher der Polizei in Hernando. "Gott sei Dank, hat sich die Mutter dazwischen geworfen, um ihre Tochter zu schützen."

Quelle: ntv.de, jug

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