Panorama

Mehr als 15.000 Infektionen New York schlägt Corona-Alarm

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New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio spricht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von einer "neuen Realität".

(Foto: REUTERS)

Für New Yorks Bürgermeister de Blasio ist die Millionenmetropole momentan das "Epizentrum" der Corona-Pandemie in den USA. Die Zahl der Infizierten zieht kräftig an. De Blasio appelliert mit eindringlichen Worten an die Bürger.

In New York City steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter stark an. Wie die "New York Times" berichtet, verzeichnet der Staat nach offiziellen Angaben etwa fünf Prozent aller Fälle weltweit. Bisher gebe es dort 16.887 bestätigte Infektionen. Der starke Anstieg soll zum einen auf die rapide Ausbreitung und zum anderen auf das vermehrte Testen zurückzuführen sein. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio spricht von einer schockierenden Zahl im "Epizentrum" der Corona-Pandemie in den USA. Er warnt vor einer "neuen Realität", die Wochen oder Monate andauern werde. Auf die mit knapp neun Millionen Einwohnern größte Stadt in den USA kommen damit rund ein Drittel der erfassten Covid-19-Fälle in den Vereinigten Staaten und knapp fünf Prozent aller Infizierten weltweit.

In dem besonders betroffenen US-Bundesstaat New York stieg die Zahl der Infizierten nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend (Ortszeit) auf knapp 15.800, 117 Menschen sind in dem Staat bereits an Covid-19 gestorben. Mehr Tests haben die Zahl der Corona-Fälle in New York in den letzten Tagen hochschnellen lassen.

Ausgangsbeschränkungen für 19 Millionen Bürger

De Blasio appellierte an die Bürger von New York, Abstand voneinander zu halten und Spaziergänge oder notwendige Einkäufe auf ein Minimum zu beschränken. Ansammlungen von Menschen in Parkanlagen oder auf Spielplätzen seien nicht erlaubt. Seit Sonntagabend mussten Einkaufszentren, Friseursalons, Büchereien und andere "nicht lebensnotwendige" Einrichtungen schließen.

Seit Freitag gelten für die 19 Millionen Bewohner des Bundesstaates New York Ausgangsbeschränkungen. Die meisten Firmen dürfen ihre Mitarbeiter nur noch von zu Hause aus arbeiten lassen. Schulen, Museen, Kinos und viele Geschäfte sind schon seit Tagen geschlossen.

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Die ersten Coronavirus-Fälle in den USA waren bereits Ende Januar im äußersten Nordwesten des Landes im Bundesstaat Washington aufgetreten. US-Präsident Donald Trump verhängte Reisebeschränkungen, die anfangs vor allem Reisende aus den vom Virusausbruch betroffenen Gebiete in China betrafen. Die Testkapazitäten in den USA blieben dennoch über Wochen hinweg unzureichend. Experten gehen davon aus, dass es spätestens ab Mitte Februar auch innerhalb der USA zu unerkannten Ansteckungen kam.

Mitte März verlagerte sich der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens in den USA von der Westküste in den Großraum New York. Dort, in der dicht besiedelten Region zwischen Boston, New York City und Washington, D.C. werden mittlerweile die mit Abstand meisten neu erkannten Infektionen gemeldet.

Quelle: ntv.de, bad/dpa