Panorama

Zwei Tote in Espelkamp Polizei nimmt mutmaßlichen Schützen fest

Mehrere Stunden nach tödlichen Schüssen in Espelkamp nimmt die Polizei den mutmaßlichen Täter fest. Er soll zwei Menschen getötet haben, darunter seine Ex-Frau. Gestellt wird er letztlich nicht in Espelkamp, sondern in Diepenau, wo er nach Angaben der Polizei auch wohnt.

Nach tödlichen Schüssen mit zwei Opfern in Espelkamp in Nordrhein-Westfalen ist der mutmaßliche Täter gefasst worden. Der Zugriff erfolgte im niedersächsischen Diepenau, wie die Polizei mitteilte. Der 52-Jährige sei im Bereich des Landschaftssees Lavelsloh festgenommen worden, so die Polizei. "Der Gesuchte kam zu Fall und zog sich leichte Verletzungen zu", hieß es.

Der Mann stammt nach Angaben der Ermittler aus Diepenau, das rund 13 Kilometer von Espelkamp entfernt ist. Die Polizei hatte am Nachmittag zahlreiche Kräfte in dem Ort zusammen gezogen. Wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete, waren auch Spezialkräfte der Polizei im Einsatz. Bei den Opfern in Espelkamp handelt es sich laut Polizei um einen 48-jährigen Mann und eine Frau.

Nach RTL-Informationen soll das weibliche Opfer die Ex-Frau des Mannes sein. Nur einen Tag nach dem Scheidungstermin soll er auf sie und einen weiteren Mann geschossen haben. Bei dem männlichen Opfer soll es sich möglicherweise um den Bruder der Toten handeln, erzählen die Leute aus der Nachbarschaft. Die Polizei habe sich dazu bisher noch nicht geäußert, schreibt RTL.

Laut einer ersten Mitteilung war die Polizei um 11.16 Uhr über Schüsse informiert worden. Man fand den getöteten 48-Jährigen und die schwer verletzte Frau, die trotz Reanimationsmaßnahmen vor Ort starb. Während die Ermittler in den ersten Minuten nach der Tat eine Amoklage befürchteten, gingen sie wenig später von einem Tötungsdelikt aus.

Ein Polizeisprecher sagte am Tatort, dass am Vormittag bei der Polizei ein Notruf eingegangen sei, dass in der Innenstadt von Espelkamp mehrere Schüsse gefallen seien. Ein Fundort der Leichen befindet sich in einem Haus gegenüber einer Bushaltestelle, der andere in einer kleinen Seitenstraße unweit des ersten Tatorts. Laut Augenzeugen etwas weniger als 100 Meter voneinander entfernt. Die Hintergründe der Tat sind laut Polizei "Bestandteil der andauernden Ermittlungen." Diese wurden von einer Mordkommission mit Namen "Bischof" bei der Polizei Bielefeld übernommen.

Nach Informationen des "Westfalen-Blatts" wurden Polizeikräfte aus der ganzen Region zusammengezogen, um den Tatverdächtigen zu suchen. Auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) befand sich am Nachmittag im Einsatz. Die betroffene Straße wurde abgeriegelt, auch große Teile der Innenstadt sind abgesperrt, Spurensicherung und Notfallseelsorger waren im Einsatz.

Quelle: ntv.de, sba/hek/dpa

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