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100 Beamte durchkämmen Wald Polizei sucht wieder nach Rebecca

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Schon im März hatte die Polizei den Wald bei Storkow abgesucht.

(Foto: dpa)

Im Februar verschwindet die 15-jährige Rebecca aus Berlin spurlos, monatelang sucht die Polizei vergeblich nach ihr. Nach einer zunächst eingestellten Suche durchkämmen Beamte nun wieder ein Waldgebiet in Brandenburg - ganz in der Nähe eines Ortes, der schon einmal im Fokus der Ermittlungen stand.

Mehr als sechs Monate nach dem Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus Berlin hat die Polizei eine neue Suchaktion in Ost-Brandenburg begonnen. Mit rund 100 Polizisten und Suchhunden wurde ein Waldgebiet in der Nähe des Orts Storkow durchkämmt. Mit dabei seien auch Mitglieder der zuständigen Mordkommission, sagte ein Polizeisprecher.

In Storkow war die Polizei schon im März aktiv gewesen. Den genauen Ort der erneuten Suchaktion will die Polizei jedoch nicht nennen. Die Gegend südöstlich von Berlin war schon im Frühjahr im Fokus der Polizei, weil der verdächtige Schwager von Rebecca auf der dort verlaufenden Autobahn A12 Richtung Frankfurt (Oder) unterwegs gewesen sein soll - und zwar sowohl am Tag von Rebeccas Verschwinden als auch am Abend danach.

Rebecca wird seit dem 18. Februar vermisst. Polizei und Staatsanwaltschaft nehmen an, dass sie getötet wurde. Mehr als 2000 Hinweise gingen seit dem Verschwinden der Schülerin bei der Mordkommission ein. Die Polizei hatte wochenlang Wälder und Seen abgesucht. Eingesetzt wurden spezielle Suchhunde, Boote und Taucher sowie Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW). Fündig wurden sie bislang aber nicht, weshalb die Suche im Mai vorübergehend eingestellt wurde.

Die 15-jährige Schülerin hatte vor ihrem Verschwinden die Nacht im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz, einem Stadtteil im Bezirk Neukölln, verbracht. Von dort verschwand sie spurlos. Die Kripo verdächtigt den Schwager, das Mädchen umgebracht zu haben. Laut Mordkommission war er am Vormittag des Verschwindens alleine mit Rebecca im Haus, schlief laut seiner Handydaten nicht wie er behauptet und konnte seine beiden Fahrten an besagtem Vormittag und am nächsten Tag nach Brandenburg nicht erklären. Zweimal wurde der Mann von Rebeccas Schwester in den vergangenen Monaten bereits festgenommen, mangels Beweisen aber wieder freigelassen. Rebeccas Familie steht fest hinter dem Schwager und beteuert in Interviews immer wieder dessen Unschuld.

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Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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