Panorama

Höchstwerte gemessen So heiß ist es in Deutschland

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Hitzesommer 2022: Die vertrocknete Wiese vor dem Reichstagsgebäude in Berlin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hitzewelle erfasst Europa mit voller Wucht. In Deutschland drohen rekordhohe Temperaturen. Einzelne Messstationen erreichen am 20. Juli die 40-Grad-Marke. Wie heiß ist es in Ihrer Region? Die tagesaktuellen Wetterdaten auf einen Blick.

Glutheißer Wind wie aus dem Ofen, stechende Sonne, ausdörrende Landschaften: Der Sommer 2022 beschert Deutschland mehr als nur saisonal übliche Tages- und Nachttemperaturen. Mitte Juli erreicht die Hitzewelle Mitteleuropa. Der 19. und der 20. Juli 2022 waren - wie von ntv-Wetterexperte Björn Alexander vorhergesagt - die bisher wärmsten Tage des Jahres.

Spitzenwerte von mehr als 40 Grad Celsius im Schatten wurden an einzelnen Stationen in Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gemessen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte zum Beispiel für Mergentheim, Bad-Neunkirchen eine Tageshöchstwert von 40,3 Grad. Am Vortag war das Thermometer vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen auf Temperaturen von über 38 Grad gestiegen. Der bisherige Temperaturrekord in Deutschland wurde damit an beiden Tagen nicht übertroffen: Am 25. Juli 2019 hatten Stationen in Duisburg und Tönisvorst jeweils 41,2 Grad Celsius gemessen.

Hinweis: Die ntv.de Tabelle zeigt die tagesaktuellen Temperaturwerte, so wie sie im Tagesverlauf aus dem DWD-Messnetzwerk gemeldet werden. Die Daten werden jeweils am Morgen ab 8.30 Uhr regulär alle zehn Minuten aktualisiert.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) betreibt ein dichtes Netzwerk aus Hunderten Messstationen, Beobachtungsstellen und Wetterwarten, an denen hauptamtlich arbeitende Meteorologen unterstützt durch ehrenamtlich tätige Helfer Daten zur aktuellen Wetterlage erheben, prüfen und gesammelt weiterleiten. Ergänzend liefern vollautomatische Wetter-Stationen rund um die Uhr vollautomatisch zusätzliche Messwerte, die ebenfalls in den Datensatz einfließen.

Hinweis: Die ntv.de Deutschland-Karte der jeweils 20 höchsten Tagestemperaturen wird ebenfalls ab morgens 9.00 Uhr laufend aktualisiert.

Die Aufgaben der DWD-Meteorologen sind gesetzlich geregelt: Als "nationaler Wetterdienst" kümmert sich die Behörde mit Hauptsitz im hessischen Offenbach nicht nur um die Erfassung von Wetterdaten für die breite Öffentlichkeit, sondern auch um spezielle Wettervorsagen wie etwa für den Schiffsverkehr, die Energieversorgung oder den Flugwetterdienst.

Die Messdaten aus den DWD-Stationen liefern die Grundlage für die Einschätzung von Wetterlagen und Klima. Neben den amtlichen Warnungen vor Unwettern, Hitzewellen und anderen meteorologischen Ereignissen kümmern sich die Experten auch um die langfristige Überwachung von Klimadaten und den Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Umwelt.

Ergänzt werden die DWD-Daten durch Messwerte von Partnern aus dem In- und Ausland: "Welcher Aufwand hinter dem täglichen Wetterbericht steckt, können Zuschauer, Hörer, Internetsurfer oder Zeitungsleser kaum erahnen", heißt es in einer Selbstdarstellung der Bundesbehörde DWD. "Dabei zählt das weltumspannende Beobachtungsnetz der Weltorganisation für Meteorologie WMO mit ihren knapp 190 Mitgliedsstaaten zu den größten und erfolgreichsten technischen Projekten der Menschheit."

Private meteorologische Dienstleister und speziell Wetterseiten nutzen diese Daten, um Tag für Tag möglichst präzise Prognosen abzugeben. Der Wetterbericht bei ntv.de zum Beispiel basiert auf aktuellen Auswertungen für wetter.de. Der DWD dagegen sieht sich an den in einem eigens erlassenen Gesetz verankerten Informations- und Forschungsauftrag gebunden: "Der Deutsche Wetterdienst ist für die Erfüllung der meteorologischen Erfordernisse aller Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche in Deutschland zuständig."

Quelle: ntv.de, mmo/cwo

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