Panorama

Rührende Botschaft der McCanns Was Maddies Eltern vermissen

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Madeleine "Maddie" McCann verschwand 2007 in einer portugiesischen Ferienanlage spurlos.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach Jahren der Suche und des Kampfes bleibt der Familie McCann nicht mehr viel zu erzählen über ihre verschwundene Tochter - außer der vielen Dinge, die Madeleine einzigartig machten.

Seit acht Jahren leben Gerry und Kate McCann im Ungewissen. Auch diese Weihnachten werden sie wohl ohne ihre verschwundene Tochter Madeleine verbringen müssen. Mit einer bewegenden Liste der Dinge, die sie an Maddie vermissen, erinnern sie nun an das traurige Schicksal der Familie. Den Eltern fehle besonders ihr Lächeln, schreiben sie, ihr Sinn für Humor und ihre Stimme. Über 20 Dinge zählen sie auf, die ihre Tochter einzigartig gemacht haben.

 "Wir vermissen es, mit ihr durch den Garten zu jagen. Wir vermissen ihre Aufregung kurz vor Weihnachten", schreiben Maddies Eltern weiter. "Wir vermissen es, sie im Arm zu halten, zu drücken und ihr einen Kuss auf die Stirn zu geben." Auch Maddies Geschwister, die zehnjährigen Zwillinge Sean und Amelie, haben an der rührenden Liste mitgewirkt. Obwohl sie sich an ihre große Schwester kaum erinnern dürften, seien sie laut Kate McCann - je älter sie werden - immer entschlossener, bei der Suche nach der vermissten Schwester zu helfen.

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Am 3. Mai 2007 war Maddie spurlos aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden. Heute wäre das Mädchen 12 Jahre alt. Jegliche Bemühungen, sie zu finden, verliefen bisher im Sande. Doch die McCanns aus Rothley in der britischen Grafschaft Leicestershire wollen die Hoffnung nicht aufgeben. Auch aus Deutschland erhofften sie sich Hinweise, die zu Maddie führen könnten. In der Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst" wandten sie sich 2013 direkt an die deutsche Bevölkerung. Trotzdem blieb ihre Suche bisher erfolglos.

"Wir vermissen alles"

Seit drei Jahren engagiert sich Kate McCann nun als Botschafterin für die Organisation "Missing People". Für deren Kampagne "Home for Christmas" ließ sie sich gemeinsam mit Ehemann Gerry vor ihrer Haustür fotografieren - ebenso wie elf andere Familien, die einen Angehörigen vermissen. "Diese starken Bilder symbolisieren die erlebte Hoffnung und Angst von denjenigen, die noch immer verzweifelt auf eine Nachricht warten", erklärte ein Sprecher der Organisation. Man wolle auf diese Art und Weise auf die Not der Betroffenen aufmerksam machen.

Die Not der McCanns spricht aus jedem Detail, dass sie aufgeschrieben haben. Ihre Familie ist auch acht Jahre nach dem Verschwinden von Maddie nicht vollständig. "Wir vermissen unsere komplette Familie zu fünft", schreiben sie in ihrer Liste. "Wir vermissen sie. Wir vermissen alles."

Quelle: n-tv.de, jug