Politik

Evakuierungsmission beendet AKK: Soldaten haben "Unfassbares gesehen"

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Kramp-Karrenbauer ist beim Empfang von Kommandeur Jens Arlt und seiner Soldatinnen und Soldaten sichtlich erleichtert.

(Foto: dpa)

Mehr als 5000 Menschen retten Bundeswehr-Soldaten aus Kabul. Mit dem Abzug von Soldaten und Material endet die deutsche Mission. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer holt die Einsatzkräfte im usbekischen Taschkent ab und ist nach der Landung voll des Lobes und Dankes.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Kräften der Evakuierungsmission aus Afghanistan nach ihrer Rückkehr für ihren schweren Einsatz gedankt. Ihr sei in Gesprächen deutlich geworden, dass die Soldatinnen und Soldaten, die Diplomaten aus Kabul sowie Polizisten "Unfassbares gesehen und erlebt haben und dass sie Unglaubliches geleistet haben", sagte Kramp-Karrenbauer auf dem Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover.

Die Männer und Frauen unter dem Kommando von Brigadegeneral Jens Arlt, dem Kommandeur der Luftlandebrigade 1, hätten volles Vertrauen bekommen und "dieses Vertrauen und alle Erwartungen, die wir in sie gesetzt haben, mehr als erfüllt". Kramp-Karrenbauer sagte auch: "Die ersten Gedanken auch an dem heutigen Abend gelten den Opfern des fürchterlichen Terroranschlags gestern, sowohl den zivilen Opfern aber natürlich insbesondere auch den amerikanischen Kameraden, mit denen diese Operation vor Ort Seite an Seite durchgeführt worden ist."

Am Freitagabend waren die ersten Soldaten der Bundeswehr von der Evakuierungsmission zurückgekehrt. Auf dem Luftwaffenstützpunkt Wunstorf bei Hannover landeten drei Militärmaschinen. Für den Rückflug der Soldaten nach Deutschland wurden ein Airbus A310 der Luftwaffe und zwei Militärtransporter A400M eingesetzt. An Bord eines Flugzeugs war nach Militärangaben auch Kramp-Karrenbauer.

Kramp-Karrenbauer hatte die Einsatzkräfte in Taschkent, der Hauptstadt von Usbekistan, abgeholt. Dort hatte die Bundeswehr ein Drehkreuz eingerichtet, um in kurzen Shuttleflügen Deutsche und bedrohte Afghanen aus Kabul auszufliegen. Nach Bundeswehrangaben waren an der Evakuierungsmission 454 Einsatzkräfte beteiligt, darunter 19 Soldatinnen. Ein Teil der Einsatzkräfte und des Materials ist noch in Taschkent.

"Auf die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ist Verlass! Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen. Unser Land ist stolz auf Sie", schrieb Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf seinen Social-Media-Kanälen. Es habe sich um einen "mutigen Einsatz in einer sehr gefährlichen Mission" gehandelt.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden während des Einsatzes 5347 Menschen aus mindestens 45 Ländern ausgeflogen, darunter rund 500 Deutsche und mehr als 4000 Afghanen. Unter den Afghanen sind ehemalige Mitarbeiter von Bundeswehr und Bundesministerien, aber auch besonders schutzbedürftige Menschen, die beispielsweise für Frauen- oder Menschenrechtsorganisationen tätig waren.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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