Politik

Hauptsache über 10 Prozent AfD feiert "solides" Wahlergebnis trotz Verlusten

efd6219e34548ddccac1aeec2ec4b8fa.jpg

Ausgelassene Stimmung bei der AfD nach den ersten Prognosen.

(Foto: REUTERS)

"Stabil", "solide", "keine Niederlage" - so lautet der Tenor bei der AfD nach der Bundestagswahl. Trotz Verlusten sehen sich die Rechtspopulisten als Partei gefestigt. Die Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion Weidel spricht rückblickend von Wettbewerbsverzerrung im Wahlkampf.

Die AfD verliert bei der Bundestagswahl an Zustimmung im Vergleich zu 2017. Die Rechtspopulisten kamen ersten Hochrechnungen zufolge auf 10,3 bis 11,1 Prozent, was einem Verlust von 1,5 bis 2,3 Prozentpunkten entspricht. Parteichef und Spitzenkandidat Tino Chrupalla sagte bei ntv zum Wahlergebnis, man sei "gekommen, um zu bleiben". Das habe man heute bewiesen. Man habe gesehen, dass die Partei eine starke Stammwählerschaft in Deutschland habe. Im ZDF ergänzte Chrupalla: "Alles, was über 10 Prozent ist, ist ein solides Ergebnis." Man werde die nächsten Tage analysieren, wo die Wählerwanderungen waren und woran es gelegen hat.

*Datenschutz

Alice Weidel sprach in der ARD von einem "soliden Ergebnis". Die Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion machte Wettbewerbsverzerrung im Wahlkampf für die verlorenen Stimmen verantwortlich. "Medial hat man die Grünen hochgejazzt, man hat einen Drei-Parteien-Wahlkampf gemacht, andere ausgeschlossen. Dementsprechend wurden wir als nicht-koalitionsfähig direkt aus dem Wettbewerb ausgeschlossen", so Weidel. SPD, CDU, Grüne, FDP und Linke hatten im Wahlkampf eine Koalition mit der AfD mehrfach kategorisch ausgeschlossen.

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen sieht seine Partei bei der Bundestagswahl trotz ihrer Verluste "stabilisiert". Die AfD sei deutlich zweistellig, sagte er am Sonntagabend in Berlin. "Das ist kein großer Sieg, es ist aber auch keine fundamentale Niederlage." Die Ursachen für die Verluste müsse man sich in einer Nachwahlanalyse genau anschauen.

Laschet und Scholz beanspruchten beide am Abend, eine Regierung unter ihrer Führung zu bilden. Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF verbessert sich die SPD auf 24,9 bis 25,6 Prozent (2017: 20,5 Prozent). Die CDU/CSU fällt auf 24,4 bis 24,7 Prozent (32,9). Die Grünen fahren mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin 14,6 bis 14,7 Prozent ein (8,9). Die FDP verbessert sich auf 11,6 bis 11,7 Prozent (10,7). Die Linke rutscht auf 5,0 Prozent ab (9,2).

Quelle: ntv.de, mba/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen