Politik

Flüchtlingskinder ohne Begleitung Aigner will Betreuungsaufwand absenken

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15.000 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge sollen in Bayern angekommen sein, so Ilse Aigner.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat eine Senkung der Standards für die Betreuung und Unterbringung minderjähriger Flüchtlinge ohne Begleitung verlangt. Sie würden nach Jugendhilfegesetz und nicht nach Asylrecht behandelt, sagte Aigner der "Welt".

"Der Aufwand ist also ebenso hoch wie im Fall eines schwerstauffälligen Jugendlichen", sagte die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin. "Diese Standards überfordern die Kommunen personell, finanziell und organisatorisch." Daher müssten vor allem der Betreuungsaufwand und der Anspruch bei der Unterbringung dringend abgesenkt werden.

Aigner mahnte zudem mehr Unterstützung anderer Bundesländer bei der Unterbringung jugendlicher Flüchtlinge ohne Begleitung an. "Die Solidarität der anderen Bundesländer ist auch hier deutlich ausbaufähig. Die Verteilung muss gerechter erfolgen", sagte die CSU-Politikerin. In Bayern sind ihren Angaben zufolge 15.000 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge angekommen.  

Quelle: n-tv.de, jki/rts