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Burns verhandelte auch Atom-Deal Biden will Iran-Kenner an CIA-Spitze

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Ex-Vize-Außenminister Burns soll unter Biden den Auslandsgeheimdienst CIA führen.

(Foto: picture alliance / dpa)

William Burns war in der Obama-Administration maßgeblich mit Themen beschäftigt, die beim neuen US-Präsidenten Biden ganz oben auf der außenpolitischen Agenda stehen: Russland und der Iran. Der Spitzendiplomat soll künftig den Geheimdienst führen.

Der langjährige US-Diplomat William Burns soll neuer CIA-Direktor werden. Der designierte Präsident Joe Biden wird Burns für den Posten an der Spitze des Auslandsgeheimdiensts der Vereinigten Staaten nominieren, wie Bidens Mitarbeiterstab mitteilte. Burns diente 33 Jahre als Diplomat.

Biden kennt ihn besonders gut aus seiner Zeit als Vizepräsident unter Barack Obama. Burns war damals mehrere Jahre lang stellvertretender Außenminister. Er leitete für die USA die Geheimgespräche, die den Weg für das internationale Atomabkommen mit dem Iran von 2015 ebneten. Zwischen 2005 und 2008 vertrat er die USA als Botschafter in Russland. Derzeit ist er Vorsitzender der Carnegie Stiftung für internationalen Frieden, einer auf Außenpolitik spezialisierten überparteilichen Denkfabrik.

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Burns sei ein krisenerprobter Beamter, der sich in seiner Karriere dafür eingesetzt habe, die Sicherheit der Amerikaner zu gewährleisten, erklärte Bidens Übergangsteam, das den Einzug des Demokraten ins Weiße Haus in eineinhalb Wochen vorbereitet. Der Senat muss die Besetzung wichtiger Schlüsselposten bestätigen. Dazu zählt auch Burns' Berufung zum CIA-Chef.

Russland und der Iran werden Schwerpunkte der CIA-Arbeit bleiben. Die Beziehungen zwischen Washington und Moskau befinden sich seit Jahren an einem Tiefpunkt. Der Iran wiederum gilt als Erzfeind der USA. Der scheidende Präsident Donald Trump hatte die Atomvereinbarung - auch gegen den Widerstand der europäischen Vertragspartner - einseitig aufgekündigt. Daraufhin schraubte der Iran seine Zusagen zurück. Seitdem steht das Abkommen auf der Kippe. Biden will die USA zurück an den Verhandlungstisch führen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts