Politik

Möglicher Überraschungsauftritt Bundesregierung warnt Erdogan erneut

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Türkeis Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist mit seiner offiziellen Anfrage eines öffentlichen Auftritts bei der Bundesregierung abgewiesen worden.

(Foto: REUTERS)

Mit seiner Anfrage, vor Landsleuten in Deutschland sprechen zu wollen, ist der türkische Präsident zwar gescheitert. Doch offenbar hält sich Erdogan noch ein Hintertürchen offen. Die Bundesregierung reagiert verärgert.

Die Bundesregierung hat mit Unverständnis auf Berichte reagiert, wonach der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan trotz Auftrittsverbots versuchen könnte, vor seinen Landsleuten in Deutschland zu sprechen. Das Auswärtige Amt habe von solchen "Gerüchten" gehört, sagte Martin Schäfer, Sprecher des Amts. "Für die Bundesregierung kann ich nur noch einmal bekräftigen, dass Auftritte dieser Natur mit einer hinreichend langen Vorlauffrist bei der Bundesregierung per Verbalnote ans Auswärtige Amt gerichtet zu beantragen wären."

Erdogan kommt anlässlich des G20-Gipfels nach Hamburg. Seine Regierung hatte einen öffentlichen Auftritt angefragt, die Bundesregierung lehnte dies ab. Am Wochenende machten schließlich Gerüchte über einen Überraschungsauftritt die Runde. Demnach könnte Erdogan im landeseigenen Konsulat auftreten. Seine Botschaft würde dann per Videoschalte ausgestrahlt.

Die Bundesregierung reagierte verärgert auf die Pläne. Er könne sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es über die Frage "des Hoheitsgebietes auf diplomatischem oder konsularischem Gelände ernsthaft mit den Türken eine Meinungsverschiedenheit gibt", so Schäfer weiter. Auch in Bezug auf das Konsulat gebe es "Möglichkeiten, auf das Einfluss zu nehmen, was in unverletzlichen Räumlichkeiten von diplomatischen oder konsularischen Vertretungen vor sich geht".

Alles andere, so Schäfer, wäre "ein Verstoß gegen den von der Bundesregierung zum Ausdruck gebrachten Willen, der wiederum fußt auf unserer deutschen Souveränität".

Quelle: n-tv.de, mba/AFP/dpa

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