Politik

Absagen beim Petersburger Dialog Deutsch-russische Konsultationen fallen aus

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Angela Merkel und Wladimir Putin telefonieren regelmäßig. Das muss derzeit reichen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Ukrainekrise hat das deutsch-russische Verhältnis in Mitleidenschaft gezogen. Mehrere Nichtregierungsorganisationen sagen den Petersburger Dialog ab. Und auch die deutsch-russischen Regierungskonsultation werden stillschweigend beerdigt.

Angesichts des Konflikts um die Ukraine wird es in diesem Jahr voraussichtlich keine deutsch-russischen Regierungskonsultationen mehr geben. Ein Regierungssprecher sagte dazu lediglich, es sei kein Treffen auf entsprechender Ebene geplant. Die Gespräche zwischen Regierungschefs und Ministern finden in der Regel parallel zum Petersburger Dialog statt, der für Ende des Monats im russischen Sotschi vorgesehen ist.

Der "Spiegel" berichtete, die Regierungskonsultationen fielen aus. Es zitierte ungenannte Berliner Quellen mit der Aussage, gegenwärtig sei ein Treffen angesichts des Verhaltens Moskaus nicht sinnvoll.

Am Petersburger Dialog in Sotschi werden mehrere deutsche Nichtregierungsorganisationen nicht teilnehmen. Die Heinrich-Böll-Stiftung, die Organisationen Deutsch-Russischer Austausch und Europäischer Austausch sowie Vertreter von Amnesty International und Greenpeace begründeten ihre Haltung in einem Brief an die Bundesregierung mit Russlands Agieren im Ukraine-Konflikt und Repressalien gegen russische Organisationen.

Der "Tagesspiegel" schrieb, die Bundesregierung habe noch versucht, den Termin zu verschieben. Doch aus Moskau sei das Signal gekommen, entweder finde das Treffen statt wie geplant, oder es gebe keinen Petersburger Dialog mehr.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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