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Nur kleine Lichter bei Terror-Miliz Deutsche sind Kanonenfutter des IS

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IS-Kämpfer nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus.

(Foto: AP)

Hunderte Deutsche reisen in die Kriegsgebiete des Islamischen Staat. Doch entgegen der Propaganda sind sie dort alles andere als bedeutend, sagt BND-Chef Schindler. Allerdings sieht er eine Gefahr für Deutschland.

Deutsche Dschihadisten haben nach Einschätzung des Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, keine Führungsrollen bei der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) inne. Dies sagte Schindler der "Bild"-Zeitung.

Die Propaganda des IS vermittele eine "völlig verzerrte Darstellung", so Schindler. "Tatsächlich haben sie meist nur eine untergeordnete Rolle, sie dienen hauptsächlich als Kanonenfutter und zu Propagandazwecken." Von den deutschen Rückkehrern aus dem Nahen Osten gehe jedoch eine Terror-Gefahr aus.

"Wir verfolgen, wer aus Deutschland in die Krisengebiete zieht, überwachen auch deren Kommunikation und versuchen gerichtsverwertbare Beweise für ihre Verbrechen zu beschaffen. Uns interessiert dabei vor allem, ob Deutsche an Kampfhandlungen und Gräueltaten beteiligt sind."

Laut Innenminister Thomas de Maizière sind seit 2012 rund 700 deutsche Islamisten in die Kriegsgebiete in Syrien und im Irak gezogen. Rund 100 Deutsche kamen demnach dort ums Leben.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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