Politik
Bis zu 500 Menschen sollen pro Monat aus den türkischen Flüchtlingslagern, wie hier in Nizip nahe Gaziantep, nach Deutschland kommen.
Bis zu 500 Menschen sollen pro Monat aus den türkischen Flüchtlingslagern, wie hier in Nizip nahe Gaziantep, nach Deutschland kommen.(Foto: dpa)
Samstag, 22. April 2017

Gemäß EU-Türkei-Flüchtlingsdeal: Deutschland nimmt die meisten auf

Im März 2016 schließt die EU ein umstrittenes Abkommen mit der Türkei, um die Zuwanderung von Flüchtlingen zu regulieren. Der Deal beinhaltet auch eine gewisse Aufnahmeverpflichtung Europas. Diese wird zum Großteil von Deutschland erfüllt.

Deutschland hat im Rahmen des EU-Türkei-Abkommens mit 1768 von 4884 Flüchtlingen bisher die meisten Menschen aufgenommen, die aus Flüchtlingslagern in der Türkei in die EU übersiedeln durften. Dies geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegen. Nach Deutschland folgten die Niederlande mit 1029 aufgenommenen Flüchtlingen, Frankreich mit 691 und Finnland mit 384.

Weitere Aufnahmeländer sind dem Bericht zufolge unter anderem Schweden (279), Belgien (242), Italien (208) und Spanien (118). Mittlerweile landeten regelmäßig in Deutschland Flugzeuge, die Menschen aus den Flüchtlingslagern bringen. Erst am vergangenen Donnerstag kam eine Maschine mit 180 Personen an. Der nächste Flug sei für den 9. Mai vorgesehen. Geplant ist nach Angaben des Innenministeriums, dass monatlich künftig bis zu 500 Flüchtlinge auf diesem Weg nach Deutschland kommen können, heißt es in dem Bericht.

Der im März 2016 geschlossene Flüchtlingspakt sieht vor, dass die Türkei alle Flüchtlinge zurücknimmt, die auf die griechischen Ägäis-Inseln kommen. Im Gegenzug versprach die EU Unterstützung bei der Versorgung der knapp drei Millionen Flüchtlinge in der Türkei sowie die Aufnahme eines syrischen Flüchtlings für jeden Syrer, der im Rahmen der Vereinbarung in die Türkei zurückgeschickt wird.

Quelle: n-tv.de

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