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Sonntag, 24. Juli 2016

Liveticker zur Bluttat in München: Die Geschehnisse in München zum Nachlesen

Wir folgen dem Beispiel der Münchener Polizei und beenden den Liveticker zum Amoklauf. Über die weiteren Entwicklungen informieren wir Sie selbstverständlich wie gewohnt in den aktuellen Formaten.

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+++ 23:27 Landeskriminalamt übernimmt Ermittlungen +++
Laut der Münchener Polizei sind mittlerweile alle Informationen bekannt und im Umlauf - die weiteren Übermittlungen übernimmt das Bayerische Landeskriminalamt.

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+++ 22:38 Baggerfahrer wollte Amokläufer mit Bierflasche stoppen +++
Der Mann, der in dem knapp zwei Minuten langen Tatvideo vom Parkdeck den Amokläufer beschimpft, hat nach eigenen Angaben versucht, den Täter mit einer Bierflasche zu stoppen: "Wenn ich eine Knarre gehabt hätte, dann hätte ich nicht mit der Flasche geworfen, sondern ihm gleich einen Kopfschuss gegeben, diesem Vollidioten", zitiert die "Welt" den 57 Jahre alten Baggerfahrer.

+++ 21.44 De Maizière: Einsatzkonzepte der Polizei überprüfen +++
Nach dem Amoklauf von München spricht sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière dafür aus, die Einsatzkonzepte der Polizei noch einmal unter die Lupe zu nehmen. "Das wird sicher jetzt noch einmal überprüft werden müssen", sagt der CDU-Politiker in der ARD.

+++ 21.23 Gottesdienst für Opfer des Amoklaufs +++
Zum Gedenken an die Opfer und Verletzten gibt es in einer Woche einen ökumenischen Gottesdienst. Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler werden die kirchliche Feier im Münchner Liebfrauendom am 31. Juli um 16.00 Uhr abhalten, teilt der Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats mit.

+++ 20:55 Staatstrauer im Kosovo +++
Als Reaktion auf den Amoklauf ordnet der Präsident des Kosovo, Hashim Thaci, für Sonntag Staatstrauer an. Das sei ein Ausdruck des Mitgefühls für die drei aus dem Kosovo stammenden Opfer und ein Zeichen der Solidarität mit Deutschland, heißt es in dem Präsidentenerlass. Im ganzen Land solle es Trauerbeflaggung geben.

+++ 20:30 De Maizière will mehr Videoüberwachung +++
Innenminister Thomas de Maizière fordert mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum. DieTäter würden intelligenter, "deshalb brauchen wir mehr Polizei" und "intelligentere Technik", sagt er bei n-tv. Zugleich beklagt er, dass das gesellschaftliche Klima rauer werde. Mit letzter Sicherheit ließen sich Anschläge und Terrorläufe nicht verhindern.

+++ 19:53 Wendt: Bundeswehreinsatz wäre nicht von Verfassung gedeckt  +++
Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, lobt den Einsatz der Sicherheitskräfte in München. Sie hätten ihre Aufgabe mit "Bravour" gelöst. Es sei eine "komplexe Lage" gewesen und sie hätten "das Schlimmste annehmen" müssen, sagt er bei n-tv. Zugleich kritisiert er, dass die Bundeswehr in Einsatzbereitschaft versetzt wurde. Ein solcher Einsatz wäre weder notwendig gewesen, noch von der Verfassung gedeckt. "Wir haben hervorragend ausgebildete Spezialkräfte", die auch bei einem anderen Verlauf des Abends ausgereicht hätten.

+++ 19:21 Amokläufer erschoss sich vor Polizisten  +++
Der Amokläufer von München tötete sich etwa zweieinhalb Stunden nach der Tat vor den Augen von Polizisten. Das teilt die Münchner Polizei nach der Befragung vieler am Einsatz beteiligter Beamter mit. "Gegen 20.30 Uhr hatte demnach eine Streife der Münchner Polizei nördlich des Olympia-Einkaufszentrums Kontakt zum mutmaßlichen Täter. Als Reaktion auf die Ansprache der Beamten zog er unvermittelt seine Schusswaffe, hielt sie sich an den Kopf und erschoss sich", heißt es in der Polizeimitteilung.

+++ 18:53 Deutsche Nationalfarben erstrahlen am Eiffelturm +++
In Gedenken an die Opfer von München wird der Eiffelturm in Paris heute Abend mit den deutschen Nationalfarben angestrahlt.

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+++ 18:25 Buch in Täter-Wohnung gefunden - Autor bestürzt +++
Der US-Psychologe Peter Langman ist bestürzt darüber, dass im Zimmer des Amokläufers sein Buch "Amok im Kopf - Warum Schüler töten" gefunden wurde. "Das fühlt sich sehr merkwürdig an", sagt der Autor der "Berliner Morgenpost". Es sei allerdings nicht ungewöhnlich, dass sich Attentäter vor ihrem Amoklauf mit ähnlichen Taten beschäftigten. Der Täter habe in dem Buch womöglich ein Vorbild gesucht, sagt Langman.

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+++ 18:03 De Maizière besucht den Tatort +++
Bundesinnenminister Thomas de Maizière besucht zusammen mit seinem bayerischen Amtskollegen Joachim Herrmann den Tatort in München. Am Olympia-Einkaufszentrum gedenken beide der Opfer. Sie sprechen zudem mit Einsatzkräften und Trauernden, die sich dort versammelt haben.

+++ 17:39 Drei Opfer stammen aus befreundeten Familien +++
Laut dem Münchner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes stammen drei der Todesopfer aus Familien aus dem Kosovo, die sich kannten und nahestanden. Dabei geht es um drei Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren. Die Familien werden vom Roten Kreuz psychologisch betreut.

Hinweis 18:30 Uhr: Das Bayerische Rote Kreuz hat seine Angaben korrigiert. Ursprünglich hieß es, die drei Toten stammten aus einer Familie.

+++ 17:18 Polizei gibt Parkhaus am OEZ frei +++
Einige Menschen, die gestern ihr Auto im Parkhaus am Olympiaeinkaufszentrum abstellten, konnten dieses wegen der Ermittlungen bislang nicht abholen. Nun gibt die Münchner Polizei das Gebäude frei.

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+++ 16:47 Auch Behörden hatten eine #offeneTür +++
Staatskanzlei, Innenministerium und Finanzministerium in München nahmen am Freitagabend etwa 100 verunsicherte Menschen vorübergehend auf. Allein in der bayerischen Regierungszentrale wurden laut einer Sprecherin der Staatskanzlei etwa 20 bis 30 Menschen aufgenommen, Ältere und Kinder mit Getränken versorgt. Nachdem die Behörden die Bürger aufgerufen hatten, wegen einer akuten Terrorlage öffentliche Plätze zu meiden, saßen viele Menschen in der Innenstadt fest, weil auch die U-Bahn nicht mehr fuhr. In sozialen Netzwerken boten Menschen Unterkünfte für Gestrandete an - unter dem Hashtag #offeneTür.

+++ 16:20 Bundeswehr-Einheit stand für Einsatz bereit +++
Während des Amoklaufs wurde laut Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ein Einsatz der Bundeswehr erwogen. "Solange das Ausmaß des Anschlages am Freitag nicht klar war, war eine Feldjäger-Einheit der Bundeswehr in München in Bereitschaft versetzt", sagt sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Über einen möglichen Einsatz hätten die zuständigen Polizeibehörden zu entscheiden, so von der Leyen. "Sie beobachten die Entwicklung einer Terrorlage und wissen genau, wann die eigenen Kräfte an ihre Grenzen kommen oder spezielle Fähigkeiten gefragt sind, über die nur die Bundeswehr verfügt."

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+++ 16:04 Täter hatte Material zu Winnenden und Breivik +++
Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière wurde in der Wohnung des Täters Material gefunden, das Verbindungen zum Amoklauf von Winnenden 2009 und zu den Massenmorden des Norwegers Anders Behring Breivik vor genau fünf Jahren aufzeige. Auch gebe es Hinweise, dass der 18-Jährige gemobbt worden sei. Ein Zusammenhang zum internationalen Terrorismus sei dagegen nicht zu erkennen. De Maizière bestätigt, dass der 18-jährige Deutsch-Iraner nach bisherigen Informationen "mit hoher Wahrscheinlichkeit" als Einzeltäter gehandelt habe.

+++ 15:40 Viele Opfer hatten ausländische Wurzeln +++
Bisher ist bekannt, dass die Todesopfer vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind. Aber unter ihnen sind auch auffällig viele mit ausländischer Herkunft, auch wenn alle in München oder dessen Umgebung lebten: drei waren Kosovo-Albaner, drei waren Türken und einer Grieche. Unklar ist, ob sie zum Teil in eine perfide geplante Falle des Amokschützen auf Facebook liefen.

+++ 15:25 De Maizière: Täter war Sicherheitsbehörden unbekannt +++
Der Amokläufer war nach Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière den Sicherheitsbehörden unbekannt. "Gegen ihn waren bisher keine polizeilichen Ermittlungen bekannt", sagt der Minister. Deswegen habe es auch keine staatsschutzrelevanten Informationen gegeben. "Und es gibt auch keine Erkenntnisse der Nachrichtendienste über diese Person."

Die Eltern des Täters - schiitische Muslime - kamen in den 90er Jahren als Asylbewerber nach Deutschland, berichtet de Maizière. Der Täter wurde in Deutschland geboren. Seinen Vornamen gab der Minister mit David an. Andere Medien sprechen von David Ali S.

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+++ 14:56 Bayerns Fußballer gedenken der Opfer +++
Bei allen Partien des Bayerischen Fußball-Verbandes finden am Wochenende Gedenkminuten für die Opfer statt, darunter auch beim Testspiel des FC Bayern München am Samstagabend in Landshut. Der BFV und seine Vereine seien in Gedanken bei den Getöteten und deren Familien, heißt es. Auf eine generelle Absage der Spiele in der Landeshauptstadt und der umliegenden Region verzichtet der Verband allerdings. Diese Entscheidung sei nach Rücksprache und auf Empfehlung der Münchner Polizei getroffen worden.

+++ 14:36 Merkel spricht von "Nacht des Schreckens" +++
In einem Statement zeigt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel erschüttert von dem Amoklauf. Sie spricht von einer "Nacht des Schreckens". "Wir alle trauern mit schwerem Herzen um die, die nie mehr zu ihren Familien zurückkehren werden", so Merkel. Den Angehörigen und Freunden der Opfer sagt sie: "Wie teilen ihren Schmerz, wir denken an Sie, wir leiden mit Ihnen." Den Verletzten wünscht sie eine rasche und vollkommene Genesung. Ausdrücklich lobt sie die Arbeit der Sicherheitskräfte.

Seehofer (r.) und Reiter gedenken am Tatort der Opfer.
Seehofer (r.) und Reiter gedenken am Tatort der Opfer.(Foto: dpa)

+++ 14:24 Seehofer und Reiter legen Kränze am Tatort nieder +++
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter legen am Tatort einen Kranz zum Gedenken an die Opfer nieder. "Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, die noch um ihr Leben kämpfen", sagt die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.

+++ 14:08 Sicherheitskabinett tagt in Berlin  +++
Das Sicherheitskabinett tagt in Berlin - neben Kanzlerin Angela Merkel nehmen etwa die Bundesminister für Äußeres, Inneres, Verteidigung, Justiz, Vizekanzler und Kanzleramtschef sowie Vertreter von Sicherheitsbehörden wie BND, Verfassungsschutz und BKA teil. Danach gibt Merkel ein Statement ab.

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+++ 13:52 Polizei überprüft absichtliche Fehlalarme +++
Am Abend des Amoklaufs werden blitzschnell Informationen veröffentlicht. Die Polizei erhält zahlreiche Hinweise. Nun ermittelt sie, ob auch absichtliche Fehlalarme und Falschinformationen aus der Bevölkerung eingingen. Dies sagt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach einer Sondersitzung des Kabinetts. "Wir müssen schon auch überprüfen, inwieweit hier Leute meinten, sie würden etwas Witziges tun, indem sie solche Behauptungen ins Netz stellen oder deswegen die Polizei anrufen." Ein bewusst falscher Anruf könne fatale Folgen haben.

+++ 13:33 CDU-Politiker löst mit Tweet Shitstorm aus +++
Der Dresdner Anwalt und CDU-Politiker Maximilian Krah löst mit einem Tweet über den Amoklauf einen Shitstorm gegen sich aus. In dem Eintrag bringt er am Freitagabend - nur kurz nach den ersten Meldungen über eine Schießerei - die Bluttat mit Flüchtlingen in Verbindung. Tatsächlich ist der Täter in München geboren und aufgewachsen. Inszwischen wurde der Tweet gelöscht. Die CDU der sächsischen Landeshauptstadt distanziert sich von der Aussage.

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+++ 13:15 Seehofer kündigt Trauerakt im Landtag an +++
Die bayerische Landesregierung kündigt einen Trauerakt im bayerischen Landtag an. Die Trauerfeier finde am Sonntag kommender Woche statt, sagt Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Aus Respekt vor den neun Todesopfern und ihren Angehörigen sagt die Landesregierung den Festakt zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele am Montag ab. Heute Nachmittag will der Ministerpräsident gemeinsam mit mehreren Ministern eine Gedenkminute am Tatort in München abhalten. Seehofer spricht von einem "schweren Schicksalsschlag für alle in ganz Bayern".

+++ 13:04 Schäuble übermittelt Solidarität der G20 +++
Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) stellen sich nach dem Amoklauf an die Seite Deutschlands. Viele Kollegen hätten ihre Anteilnahme und Solidarität zum Ausdruck gebracht, sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im chinesischen Chengdu am Rande eines Treffens der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs. "Dass wir in einer gefährlichen Welt leben, ... ist leider keine neue Erfahrung." Deutschland teile Erfahrungen, die andere Länder auch schon gemacht hätten, sagt Schäuble. Die schrecklichen Ereignisse machten ihn sehr betroffen.

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+++ 12:54 Hongkong mahnt Deutschland-Reisende zur Vorsicht +++
Nach den jüngsten beiden Attacken in Bayern spricht Hongkong eine Reisewarnung für Deutschland aus. Angesichts der jüngsten Lage sollten Hongkonger in Deutschland vorsichtig sein und Plätze mit großen Menschenansammlungen meiden, heißt es.

+++ 12:40 Opfer im Schnellrestaurant, auf der Straße und im Einkaufszentrum +++
Die getöteten Personen wurden in dem Schnellrestaurant, auf der Straße davor und in dem Einkaufszentrum gefunden, sagt Polizeipräsident Andrä. Der Ablauf der Tat lasse sich noch nicht abschließend erkennen. Die zeitliche Abfolge der Taten werde auch mit Hilfe von Videoaufnahmen ermittelt.

Unseren Überblick zu den Erkenntnissen der Ermittler finden Sie hier.

+++ 12:32 Ermittler sehen Zusammenhang mit Breivik +++
Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit dem Attentat des Norwegers Anders Behring Breivik aus. "Diese Verbindung liegt auf der Hand", sagt Andrä. Am Freitag war der fünfte Jahrestag von Breiviks Amoklauf.

+++ 12:25 Alle Opfer stammen aus München und Umgebung +++
Jetzt ist es offiziell: Die Opfer waren fast alle Jugendliche. Zwei 15-Jährige und drei 14-Jährige seien ums Leben gekommen, berichten die Ermittler. Die anderen Opfer seien 17, 19, 20 und 45 Jahre alt gewesen. Unter den neun Opfern seien drei Frauen. Ob sich die Tat gezielt gegen Jugendliche gerichtet habe, könne Andrä "weder bestätigen noch dementieren." Die Opfer stammen alle aus München und Umgebung. Es ist noch nicht klar, ob es Opfer gab, die einen Bezug zum Täter hatten.

+++ 12:12 Kein Abschiedsbrief gefunden +++
Die Ermittler haben bisher keinen Abschiedsbrief des Täters gefunden. Das könne sich aber noch ändern. Die Staatsanwaltschaft geht nicht von einer "politischen Motivation" des Täters. Er handele es sich um einen "klassischen Amoktäter". Demnach befand sich der Täter offenbar wegen psychischer Probleme in Behandlung.

+++ 12:06 Täter hatte illegale Pistole Kaliber 9-Millimeter +++
Der Täter hatte eine illegale Pistole mit Kaliber 9-Millimeter dabei. Die Seriennummer war ausgefräst. Außerdem hatte er über 300 Schuss Munition bei sich gehabt. Das sagt LKA-Präsident Robert Heimberger. Im Magazin habe sich noch Munition befunden, auch im Rucksack habe er Ladung gehabt.

+++ 11:55 Andrä: Kein Bezug auf IS - Hinweise auf Amok +++
Der Täter von München hatte nach Angaben der Ermittler keinen Bezug zum Islamischen Staat. Das sagt Polizeipräsident Andrä. Stattdessen habe die Durchsuchung des Zimmers des 18-Jährigen ergeben, dass er sich intensiv mit Amoktaten beschäftigt habe.

+++ 11:45 FCB mit Trauerflor, 1860 sagt Fanfest ab +++
Die beiden größten Fußballvereine der bayerischen Landeshauptstadt reagieren mit großer Betroffenheit. Zweitligist 1860 München sagt sein für Sonntag geplantes Fanfest "aus Respekt gegenüber allen Opfern, ihren Angehörigen und allen Beteiligten" ab. Rekordmeister FC Bayern legt vor dem Testspiel am Samstag bei der SpVgg Landshut eine Schweigeminute ein, beide Mannschaften werden zudem mit Trauerflor spielen.

+++ 11:40 Tollwood bleibt am Wochenende geschlossen +++
Angesichts des furchtbaren Anschlags im Olympiaeinkaufszentrum wird das Konzertgelände Tollwood aus Pietätsgründen heute und morgen geschlossen bleiben. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen."

+++ 11:30 Kauder: Gewalt und Hass dürfen sich nicht ausbreiten +++
Unionsfraktionschef Volker Kauder warnt vor einer Ausbreitung von Hass und Gewalt. Noch sei nicht bekannt, was den Attentäter zu den Morden getrieben habe. "Unabhängig davon, was seine Motive waren und wie sich seine persönliche Disposition darstellt, müssen wir aber noch mehr darauf achten, dass sich Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft generell nicht weiter ausbreiten."

+++ 11:13 OB Reiter spricht von "schweren Stunden" +++
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter äußert sich entsetzt über die Tat. Alle städtischen Feste und Feiern seien für dieses Wochenende abgesagt. "Es sind schwere Stunden für München." Er sei von der großen Hilfsbereitschaft und Solidarität beeindruckt. "Unsere Stadt steht zusammen."

+++ 11:02 Attentäter verherrlichte wohl Amokläufer von Winnenden +++
Der Attentäter von München soll sich viel mit Computer-"Ballerspielen" beschäftigt und den Attentäter des Amoklaufs von Winnenden verherrlicht haben. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf Sicherheitskreise. 2009 hatte ein 17-Jähriger an seiner früheren Realschule in Winnenden bei Stuttgart und auf der Flucht 15 Menschen und sich selbst getötet. Zudem soll der Todesschütze Probleme in der Schule gehabt haben. Er sei in Deutschland groß geworden, seine Eltern seien in den 90er Jahren in die Bundesrepublik gekommen.

+++ 10:56 Putin kondoliert Merkel und Seehofer +++
Der russische Präsident Wladimir Putin kondoliert Bundeskanzlerin Merkel und Bayerns Ministerpräsident Seehofer. Das berichten russische Nachrichtenagenturen.

+++ 10:43 Nachbarn beschreiben Täter als "sehr, sehr nett" +++
Nachbarn beschreiben den mutmaßlichen Täter als freundlich und hilfsbereit. "Der Junge war sehr sehr nett. Ich kann nichts Schlimmes sagen", berichtet eine Nachbarin. So habe er die Zeitungen im Haus verteilt. Eine andere Nachbarin beschreibt den 18-Jährigen als "guten Menschen". "Er war eine gute Person, ein guter Mensch", sagte die 40-Jährige. "Ich habe ihn nicht einmal sauer gesehen, niemals habe ich Probleme mit der Polizei oder Nachbarn gehört."

+++ 10:26 Angreifer tötete hauptsächlich junge Menschen +++
Offenbar kamen bei dem Angriff hauptsächlich junge Menschen ums Leben: Nach Informationen des Bayrischen Rundfunks wurden zwei Mädchen und sechs Jungen und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren getötet. Das älteste Opfer sei eine 45-jährige Frau. Zu den Schwerstverletzten gehöre ein zwölfjähriger Junge.

+++ 10:15 Todesschütze soll David S. heißen +++
Für die Bluttat ist nach Polizeiangaben ein 18 Jahre alter Deutsch-Iraner verantwortlich. Wie "Spiegel online" erfahren haben will, ist sein Name David S..

+++ 10:09 Merkel gibt um 14:30 Uhr Erklärung ab +++
Krisenmodus in Berlin: Das Bundessicherheitskabinett wird sich ab 12:30 Uhr mit dem Vorfall in München befassen. Zu der Sitzung werden unter dem Vorsitz von Kanzlerin Merkel Vizekanzler Gabriel, Außenminister Steinmeier, Innenminister de Maizière, Verteidigungsministerin von der Leyen und Kanzleramtschef Altmaier, sowie Justizminister Maas und Verkehrsminister Dobrindt erwartet. Außerdem werden die Chefs des Bundesnachrichtendienstes, des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundeskriminalamtes dabei sein. Die Kanzlerin gibt dazu um 14.30 Uhr im Kanzleramt eine Erklärung ab.

+++ 10:00 Metzelder: Hilfsbereitschaft macht Hoffnung

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+++ 09:44 Polizeigewerkschaft warnt vor Veröffentlichung von Tatvideos +++
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt davor, bei Gefahrenlagen vorschnell Foto- und Filmmaterial zu veröffentlichen, sondern dieses der Polizei zu übermitteln. "Es kann möglich sein, dass eben über eine kleine Videosequenz, und sei der Schnipsel noch so klein, eine Information über den möglichen Täter oder die Hintermänner preisgegeben wird", sagt der stellvertretende GdP-Vorsitzende Jörg Radek. Bedauerlicherweise seien trotz des Appells der Münchner Polizei Foto- und Videomaterial vorschnell im Netz gelandet.

(Foto: dpa)

+++ 09:26 Polizei durchsucht Wohnung in der Maxvorstadt +++
Im Stadtteil Maxvorstadt durchsucht die Polizei eine Wohnung. Das mehrstöckige Wohnhaus ist weiträumig abgesperrt. Ermittler tragen Kartons aus dem Haus. Nicht bestätigen wollte die Polizei zunächst, dass der Einsatz der Wohnung des Täters oder der Wohnung von dessen Vater galt. Weitere Einzelheiten will die Polizei um 11:30 Uhr in einer Pressekonferenz über den neuesten Stand ihrer Erkenntnisse informieren.

+++ 09:05 Seehofer: "Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit" +++
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer äußert sich erschüttert über den Anschlag von München: "Die brutale und menschenverachtende Bluttat erfüllt uns alle mit Trauer und Entsetzen. Für die Solidarität und das Mitgefühl, das wir weltweit erfahren haben, sind wir dankbar." Weiter sagt der CSU-Chef: "Wir müssen alles dafür tun, um unsere Sicherheit zu verteidigen. Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit."

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+++ 08:48 Polizeisprecher da Gloria Martins wird im Netz gelobt +++
Viel Lob bekommt der Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins in den sozialen Netzwerken. Seine ruhige und souveränen Auftritte vor der Kamera haben den Menschen gefallen. Auf Facebook wird ihm sogar eine Fanseite gewidmet.

+++ 08:30 "Er war eher ein ruhiger Typ" +++
Die "Bild"-Zeitung zitiert einen Nachbarn des mutmaßlichen Attentäters: "Er wohnte genau neben mir. Ich habe ihn nur ab und zu gesehen und kannte ihn nicht wirklich. Ein Freund von mir war sein Klassenkamerad und sagt, dass er eher ein ruhiger Typ war. Er hat ihn in den Tatvideos erkannt."

+++ 08:15 De Maiziere ordnet bundesweite Trauerbeflaggung an +++

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+++ 07:56 SEK stürmte Wohnung des Tatverdächtigen +++

Noch in der Nacht soll ein Spezialeinsatzkommando die Wohnung des Tatverdächtigen gestürmt haben. Laut "Bild"-Zeitung wohnte er mit seinen Eltern im Bezirk Maxvorstadt. Dort soll er auch zur Schule gegangen sein. Der Vater sei nun auf dem Polizeipräsidium.

+++ 07:22 Neue Anti-Terror-Einheit BFE+ nicht im Einsatz +++
Die GSG 9, die Anti-Terror-Einheit der deutschen Bundespolizei, war nach Angaben des Polizeipräsidenten Andräs in München im Einsatz. Die im Dezember 2015 gegründete "Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus" der Bundespolizei, kurz BFE+, sei dagegen nicht im Einsatz gewesen.

+++ 06:58 US-Geheimdienstkreise: Eher Amoklauf als Terroranschlag +++
In US-Geheimdienstkreisen wird die Tat eher als Amoklauf denn als Terrorakt bewertet. "Dadurch dass er Schiit war, ist eine Verbindung zum Islamischen Staat, Al-Qaida oder einer anderen sunnitischen Gruppierung so gut wie ausgeschlossen", erklärte ein Geheimdienstinsider gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

+++ 06:17 Olympia-Einkaufszentrum noch weiträumig abgesperrt +++
Stunden nach der Schießerei bleibt das Olympia-Einkaufszentrum im Westen von München noch komplett abgesperrt. Auch die U-Bahn-Haltestelle des Einkaufszentrums wird noch nicht angefahren. Nach Angaben des n-tv Reporters vor Ort hat die Arbeit der Spurensicherung in der Mall noch nicht begonnen.

+++ 06:05 Sicherheitskabinett tagt am Mittag +++
In Berlin kommt am Mittag das Bundessicherheitskabinett zusammen. Ihm gehören neben der Bundeskanzlerin unter anderem der Bundesaußenminister, der Bundesverteidigungsminister, der Bundesinnenminister und der Chef des Bundeskanzleramtes an. Bei Bedarf werden auch Vertreter anderer Ministerien oder Behörden hinzugezogen, wie die Chefs von Bundesnachrichtendienst, Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz.

+++ 05:28 Polizei bittet um Fotos und Videos +++
Die Polizei bittet mögliche Augenzeugen der Schießerei in München, den Behörden Foto-, Video- oder Audioaufnahmen aus der weiträumigen Umgebung des Olympiaeinkaufzentrums zur Verfügung zu stellen. Dafür steht ein Upload-Formular zur Verfügung.

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+++ 04:56 Münchner Polizei kündigt für den Mittag weitere Pressekonferenz an +++
Gegen Mittag will die Münchner Polizei auf einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren. Zuvor hatte sich Polizeipräsident Andrä bei den 2.300 Einsatzkräften für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft bedankt. Auch der Münchner Bevölkerung dankte die Polizei für ihre Hilfsbereitschaft.

+++ 04:24 U-Bahn, Bus und Tram wieder in Betrieb +++
Laut einer Mitteilung der Münchner Verkehrsgesellschaft fahren U-Bahn, Bus und Tram wieder weitgehend wie gewohnt. Allerdings komme es noch zu einzelnen Ausfällen und Verspätungen. Die U-Bahn-Linien 1 und 3 sowie Busse halten noch nicht am Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum.

+++ 03:58 Zivilstreife schoss auf Täter +++
Eine Zivilstreife sei schon früh auf den Täter gestoßen und habe auch auf ihn geschossen, sagt Polizeipräsident Andrä. Es sei aber noch unklar, ob der Täter dabei auch getroffen wurde. Zwischenzeitlich habe man den Mann aus den Augen verloren. Geklärt werden soll noch, ob der Täter mit dem Auto zum Tatort gefahren sei.

+++ 03:26 Polizei: Keine Parallelen zu Würzburger Zug-Angriff +++
Die Polizei sieht bislang keine Parallelen zu dem Zug-Angriff von Würzburg, bei dem ein 17-Jähriger zahlreiche Menschen mit einer Axt teils schwer verletzt hatte. Die Motive der Tat seien bislang völlig unklar, sagt Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä.

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+++ 02:56 Jugendliche unter den Todesopfern +++
Das Motiv des 18-jährigen Täters ist bisher nicht bekannt. Die Polizei untersucht derzeit das persönliche Umfeld des Mannes, der neun Menschen erschoss. Unter den Todesopfern sind auch Jugendliche. Zudem sollen Kinder verletzt worden sein. Drei Schwerverletzte schweben in Lebensgefahr. Zudem gibt es 13 Leichtverletzte.

+++ 02:26 Täter von München identifiziert +++
Der Täter ist nach derzeitigem Ermittlungsstand ein 18-jähriger Deutsch-Iraner. Das sagt Polizeipräsident Hubertus Andrä auf einer Pressekonferenz. Er habe sich selbst erschossen. Seine Motive seien noch unklar. Polizeilich sei er bislang nicht aufgefallen.

+++ 02:12 München kann aufatmen +++
Nach Angaben der Polizei gibt es keine Gefahrenlage mehr. Der Anschlag auf ein Einkaufszentrum war die Tat eines einzelnen Täters. Der Mann hatte neun Menschen erschossen, über 20 verletzt und sich dann selbst gerichtet.

+++ 01:46 Entwarnung für München +++
Polizeipressesprecher Thomas Baumann: "Wie es jetzt aussieht, ist es tatsächlich nur einer gewesen. Über seine Identität kann ich noch nichts sagen." An die Bevölkerung gewandt, sagte er: "Die Warnung, nicht aus dem Haus zu gehen, ist eigentlich aufgehoben. Die Busse fahren wohl schon wieder."

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+++ 01:34 Polizei: Attentäter war Einzeltäter +++
Nach dem Anschlag in einem Münchner Einkaufszentrum gibt die Polizei vorsichtige Entwarnung. Es sehe danach aus, dass es sich bei einem Mann, der sich am Abend erschossen habe, um den einzigen Täter gehandelt habe.

+++ 01:24 Jetzt zehn Tote +++
Ein weiteres Opfer erliegt nach Polizeiangaben seinen Verletzungen. Damit steigt die Zahl der Toten auf zehn. Darunter ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Leiche eines Täters. Der öffentliche Nahverkehr in der Stadt nimmt seinen Betrieb unterdessen wieder auf.

+++ 01:20 Zahl der Verletzten steigt auf 21 +++
Die Zahl der Verletzten erhöht sich. Der Rettungsdienst habe 21 Verletzte gezählt, berichtet Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Die Verletzungen reichten von leicht bis schwer.

+++ 01:14 Trauerbeflaggung am Samstag +++
Nach dem Anschlag von München ordnet Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer für Samstag Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden an. Gemeinden, Landkreise und Bezirke werden gebeten, in gleicher Weise zu verfahren.

+++ 00:43 Sprengstoffexperten untersuchen Rucksack bei neuntem Toten +++
Die Münchner Polizei untersucht die neunte Leiche, die am Abend gefunden wurde. Möglicherweise handelt es sich dabei um den Täter. Der Mann trägt die Kleidung und den Rucksack, die der Schütze vor dem Schnellrestaurant getragen hatte. Die Leiche war etwa einen Kilometer entfernt vom Olympia-Einkaufszentrum gefunden worden.

+++ 00:37 Offiziell zehn Verletzte +++
Die Münchner Polizei geht nach dem Attentat bislang von mindestens zehn Verletzten aus. Diese Zahl sei derzeit bekannt. Weiter heißt es: "Wir sind immer noch im Großeinsatz & können immer noch nicht entwarnen." Außerdem werden mindestens acht Menschen erschossen. Bei einem neunten Toten handelt es sich offenbar um einen Täter.

+++ 23:59 Bahn stellt Übernachtungszüge bereit +++
Nach der Sperrung des Hauptbahnhofs und der kompletten Einstellung des Zugverkehrs stellt die Deutsche Bahn im Münchner Umland Übernachtungszüge bereit. Dort sollen gestrandete Reisende Unterschlupf finden. Jeweils ein Zug wird dafür in Mammendorf, Starnberg, Geltendorf, Dachau und Freising stehen. Dort endeten zahlreiche Züge am Freitagabend.

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Die Ereignisse vom Freitag zum Nachlesen.

Quelle: n-tv.de