Politik

Versorgung in Flüchtlingslagern EU-Staaten zahlen Uno eine Milliarde

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Italiens Premierminister Matteo Renzi, Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande bei ihrer Ankunft beim EU-Gipfel.

(Foto: dpa)

Beim EU-Gipfel in Brüssel wollen sich die Mitgliedsstaaten zu weiteren Hilfen in der Flüchtlingskrise verpflichten. Frankreich und Großbritannien kündigen Hilfen für Syriens Nachbarstaaten an. Das Geld soll unter anderem in das Welternährungsprogramm fließen.

Die EU-Kommission will in der Flüchtlingskrise weitere 1,7 Milliarden Euro bereitstellen. Die Mittel sollen für dieses und das kommende Jahr zur Verfügung stehen und insbesondere der besseren Versorgung von Flüchtlingen aus Syrien zugute kommen, wie EU-Haushaltskommissarin Kristalina Georgieva kurz vor dem EU-Sondergipfel zur Flüchtlingsfrage in Brüssel sagte. Damit soll die Summe für die Flüchtlingshilfe in diesem Zeitraum auf insgesamt 9,2 Milliarden Euro steigen.

Die 1,7 Milliarden Euro setzten sich aus mehreren Posten zusammen, wie die Kommission mitteilte. Unter anderem soll mit dem Geld die EU-Grenzagentur Frontex unterstützt werden. Zudem will die Kommission noch dieses Jahr 200 Millionen Euro für das Welternährungsprogramm und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bereitstellen, damit Flüchtlinge in Lagern rund um Krisengebiete wie Syrien wieder besser versorgt werden können und sich nicht auf den Weg nach Europa machen.

Die EU-Staaten wollen UN-Organisationen zusätzlich eine Milliarde Euro zur Unterstützung der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge zahlen. Die 28 Mitgliedsländer wollen bei ihrem Sondertreffen in Brüssel eine entsprechende Selbstverpflichtung beschließen, wie aus einem Entwurf der Abschlusserklärung hervorgeht.

Zusätzliche Gelder

Großbritannien wird nach den Worten von Premierminister David Cameron weitere 100 Millionen Pfund zur Bewältigung der Folgen des Kriegs in Syrien zur Verfügung stellen. Davon gingen 40 Millionen Pfund an das Welternährungsprogramm, um die Versorgung syrischer Flüchtlinge in den Nachbarstaaten zu verbessern, sagt er in Brüssel.

Auch Frankreichs Präsident François Hollande hat den Nachbarstaaten Syriens mehr Geld bei der Unterbringung von Flüchtlingen versprochen. "Es wird weitere Hilfen Frankreichs und der EU für diese Länder geben", sagt er. Eine konkrete Summe nannte er aber zunächst nicht.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/AFP/rts