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Was tun mit Assad? Experten: Strategie gegen IS ist gescheitert

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Erfolge im Kampf gegen den Islamische Staat sind überschaubar - Syrien und der Irak sind faktisch geteilt: Forscher fällen ein vernichtendes Urteil. Der Westen sei auf lokale Hilfe angewiesen und müsse sich gegen Assad stellen. Irrtum, sagt Russland.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Einschätzung des Londoner Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) mit den derzeit gewählten Mitteln nicht zu schlagen. "Die Koalition hat es nicht geschafft, entscheidende Erfolge gegen den IS zu erringen", heißt es im jüngsten Bericht. IISS-Nahostexperte Emile Hokayem geht davon aus, dass die De-Facto-Teilung Syriens und des Iraks vorerst nicht rückgängig gemacht werden könne. Um die Ausbreitung der IS-Terroristen zu verhindern, müsse der Westen sich auch dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad entgegenstellen.

"Die derzeitige Strategie ist höchst fehlerhaft", sagte Hokayem. Um dem IS standzuhalten, sei der Westen auf die Kurden und auch auf sunnitische Muslime angewiesen. Daher müsse der Westen "politisch tun, was es braucht, um die Kurden auf seiner Seite zu halten".

IS ist "anpassungsfähig und robust"

Zusätzlich sei die Hilfe sunnitischer Muslime nötig, um zu verhindern, dass die Terroristen sich weiter in sunnitischen Gebieten ausbreiteten. "Und wenn man sunnitische Araber an Bord holen will, braucht man eine politische und militärische Lösung, um das Schicksal Assads in Angriff zu nehmen", sagte Hokayem. Vor dieser "harten Wahrheit" drücke sich der Westen.

Auf der anderen Seite habe sich der IS, der über geschätzt 25.000 Kämpfer verfüge, als "anpassungsfähig und robust" erwiesen, heißt es im Bericht. Die starke Präsenz in lokalen und internationalen Medien, zu der etwa die brutalen Enthauptungen von Geiseln beigetragen hätten, mache die Gruppe für potenzielle Dschihadisten attraktiv.

Derweil hat der russische Präsident Wladimir Putin die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien aufgefordert. "Wir unterstützen die Regierung in Syrien in ihrem Widerstand gegen die terroristische Aggression und leisten auch weiterhin die nötige militär-technische Hilfe", sagte Putin in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. "Wir rufen andere Länder auf, sich uns anzuschließen", sagte der Kremlchef der Agentur Interfax zufolge auf einem Gipfel der Organisation des Vertrags über Kollektive Sicherheit (OVKS). Die Lage sei "sehr ernst".

Quelle: n-tv.de

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