Politik

NSA-Bericht zu Russland-Spionage Frau wegen Geheimnisverrats festgenommen

ad4c221312d8d789baf92e14881d4d14.jpg

Hat er, oder hat er nicht?

(Foto: AP)

Hat Russland in die US-Präsidentschaftswahl zugunsten Donald Trumps eingegriffen? Geheimdienstdokumente sollen das belegen. Sie stammen von der NSA, werden aber von einer Whistleblower-Webseite veröffentlicht. Das FBI geht gegen die Quelle vor.

Das FBI hat eine 25-jährige Frau festgenommen, die vertrauliche Informationen des Geheimdienstes NSA an die Website "The Intercept" weitergegeben haben soll. Das Justizministerium teilte eine entsprechende Festnahme im US-Bundesstaat Georgia mit. Dem US-Sender NBC wurde ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem nur eine Stunde zuvor erschienenen "Intercept"-Bericht bestätigt.

Der "Intercept"-Bericht befasst sich mit russischen Versuchen einer Beeinflussung der US-Wahl 2016. Demnach zeigten die NSA-Dokumente eindeutig, dass der russische Militärgeheimdienst noch weitgehender in die Wahl einzugreifen versuchte als bekannt. Belegt seien demnach nun auch Attacken auf Systeme der Wählerregistrierung.

Die Dokumente geben indes keine Auskunft darüber, ob die Einmischungsversuche auch einen Effekt hatten. Zudem wird nicht offengelegt, auf welchen Informationen die Einschätzungen der NSA beruhen. So zitiert auch "The Intercept" einen US-Geheimdienstmitarbeiter, der davor warnt, die gelakten NSA-Papiere zu hoch zu bewerten. Es handele sich lediglich um eine Einschätzung von vielen.

"The Intercept" ist eine Website, die unter anderem von Laura Poitras und Glenn Greenwald betrieben wird. Sie gelangte im Zusammenhang mit dem NSA-Whistleblower Edward Snowden zu einiger Berühmtheit. Die US-Regierung unter Donald Trump hat angekündigt, mit aller Macht gegen Leaks und die Weitergabe geheimer Informationen vorzugehen. Der stellvertretende Chefankläger Rod Rosenstein erklärte zu der Festnahme, die Weitergabe vertraulichen Materials gefährde die nationale Sicherheit und untergrabe das Vertrauen in die Regierung.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

Mehr zum Thema