Politik

Verspricht Niveau von 48 Prozent Heil erteilt höherem Rentenalter Absage

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Der Sozialminister hält es für richtig, dass "man nach 45 Versicherungsjahren Schluss machen kann."

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Arbeitsminister Heil hat große Pläne: Er verspricht ein stabiles Rentenniveau bis 2040. Um das zu erreichen, möchte der SPD-Politiker mehr Menschen zur Erwerbstätigkeit motivieren. Ein höheres Rentenalter hält er hingegen für "zynisch".

Sozialminister Hubertus Heil hat ein höheres Rentenalter über 67 Jahre strikt abgelehnt und ein Rentenniveau von 48 Prozent bis 2040 versprochen. "Einer Krankenschwester, einem Stahlarbeiter oder einem Lageristen zu sagen, du arbeitest jetzt bis 70, das ist zynisch", sagte Heil der "Rheinischen Post". "Wir haben in Europa schon jetzt eines der höchsten Rentenalter. Es bleibt weiterhin richtig, dass man nach 45 Versicherungsjahren Schluss machen kann", sagte der SPD-Politiker.

Wirtschaftsexperten empfehlen dagegen angesichts der demografischen Entwicklung einen weiteren Anstieg des Rentenalters nach 2030. Auch ohne Anhebung des Rentenalters hält Heil ein hohes Rentenniveau von 48 Prozent für dauerhaft möglich. "Die Prognosen vor 15 Jahren waren viel schlechter als die Wirklichkeit. Das macht mir Mut. Wir haben die Renten auf hohem Niveau gesichert, weil wir einen so robusten Arbeitsmarkt hatten", sagte Heil.

"Wenn es uns gelingt, in Zukunft so viele Menschen wie möglich zu höheren Löhnen zu beschäftigen, dann sorgen wir auch in Zukunft für eine sichere und auskömmliche Rente. Wir haben dafür gesorgt, dass das Rentenniveau erst mal bis 2025 stabil bleibt. Ich will, dass wir diese Haltelinie bis 2040 verlängern. Die Rente darf nicht von der Lohnentwicklung abgekoppelt werden", sagte Heil.

"Wenn die Babyboomer aus dem Erwerbsleben ausscheiden, müssen wir künftig umso mehr Menschen aktivieren, die erwerbsfähig sind und künftig mehr zur Rentenfinanzierung beitragen könnten. Wir haben jährlich über 50.000 Schulabbrecher, über eine Million Langzeitarbeitslose, von denen viele keine Berufsausbildung haben, und zu viele Frauen in Teilzeit. Wenn wir die alle aktivieren, haben wir auch die Ressourcen, damit die gesetzliche Rente stabil bleibt."

Quelle: ntv.de, spl

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