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Erklärtes Ziel: Saudi-Arabien Huthi-Rebellen drohen mit modernen Waffen

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Huthi-Rebellen auf einem Pickup-Truck.

(Foto: imago images / Xinhua)

Seit Jahren tobt der Bürgerkrieg im Jemen - und greift nun immer mehr auf andere Länder über. Mehrmals nehmen die Huthi-Rebellen auch Ziele in Saudi-Arabien ins Visier. Laut eigenen Angaben stehen ihnen dafür künftig hochmoderne Waffen zur Verfügung.

Die Huthi-Rebellen im Jemen besitzen eigener Aussage zufolge hoch entwickelte Waffen und wollen diese künftig im Kampf gegen das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis nutzen. Die neuen ballistischen Raketen und Drohnen seien bei einer Waffenschau vorgestellt worden, berichtete die von den Rebellen kontrollierte Nachrichtenagentur Saba.

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Die "effektiven" Waffen würden "abschrecken" und zu einem "Unterschied im Machtgleichgewicht" führen, sagte Mahdi Al-Maschat, Chef des sogenannten Obersten Politischen Rats. "Die nächste Stufe (des Krieges) wird voller Überraschungen sein." Al-Maschat ist politischer Anführer der schiitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden.

Mit Drohnen und Raketen greifen die Huthi-Rebellen immer wieder Ziele im benachbarten Saudi-Arabien an. Anfang Juli waren bei einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Flughafen von Abha im Süden Saudi-Arabiens nach saudischen Angaben neun Menschen verletzt worden. Mitte Juni wurden bei einem Raketenangriff auf den Flughafen 26 Zivilisten verletzt.

UN warnen vor Langstrecken-Drohnen

Seit einiger Zeit setzen die Huthi-Rebellen neben kleineren, die als Spielzeuge verkauft werden, auch größere Drohnen  ein. UN-Angaben zufolge haben diese eine Reichweite bis 1500 Kilometer und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde. Damit wären aus dem Jemen auch die Hauptstädte Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erreichbar.

Im Jemen kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition an der Seite der international anerkannten Regierung gegen die Huthi-Rebellen. Diese werden vom Iran unterstützt. Die Rebellen hatten 2015 die Hauptstadt Sanaa sowie große Teile des Nordjemens eingenommen, wo auch ihr Siedlungsgebiet liegt. Das sunnitische Saudi-Arabien will den Einfluss des Irans im Jemen und in anderen Staaten der Region zurückdrängen.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa

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