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Dafür Gewinne in Syrien IS verliert großes Gebiet im Irak

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Die USA setzen für ihre Luftangriffe solche F/A-18-Hornet-Jets ein.

(Foto: dpa)

Der IS dominiert noch immer große Gebiete im Irak und Syrien. Doch die sind kleiner geworden. Die Bombardements der USA und ihrer Verbündeten setzen ihnen zu. Das Pentagon erklärt nun, wie sehr.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Irak große Gebiete verloren. Seit Beginn der Gegenoffensive der Alliierten und der irakischen Armee habe die Terrormiliz etwa 25 bis 30 Prozent des Territoriums dort eingebüßt, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Steve Warren.

Die Luftangriffe und der Einsatz irakischer Bodentruppen hätten Auswirkungen auf die Fähigkeit des Feindes gehabt, Gebiete zu halten und sich frei zu bewegen. "Der IS hat große Gebiete verloren, in denen er zuvor dominiert hatte", sagte Warren.

Er veranschlagte das für die IS verlorene Gebiet auf eine Fläche zwischen 13.000 und 17.000 Quadratkilometern, seitdem die Terrormiliz im August 2014 ihre größte Ausdehnung im Irak erreicht hätte. Das entspricht grob der Fläche von Schleswig-Holstein. Auch wenn es noch zu früh sei, davon zu sprechen, dass sich das Blatt gewendet habe, hätten die irakischen Streitkräfte unterstützt von den Luftangriffen der Koalition der Terrormiliz zweifelsfrei Schaden zugefügt, meinte Warren. Unter anderem schaffte es die irakische Armee, die Stadt Tikrit zurückzuerobern - auch dank Luftangriffen der Koalition.

Gewinne bei Damaskus und Homs

Zur Lage in Syrien sagte Warren, dort habe der IS "seinen umfassenden Einfluss behalten". Die Dschihadistenmiliz habe Gebiet rund um die an die Türkei grenzende Stadt Kobane verloren, dafür aber rund um Damaskus und Homs Gebietsgewinne gemacht. Dazu zähle auch ihr Stützpunkt in dem Flüchtlingslager Jarmuk.

Auf dem Höhepunkt der militärischen Erfolge des IS im August vergangenen Jahres hatte eine internationale Koalition unter der Führung der USA mit Luftangriffen eingegriffen. Seitdem flogen sie nach Angaben des Pentagon 3244 Angriffe gegen den IS, davon 1879 im Irak und 1365 in Syrien. Etwa 80 Prozent der Bombardements wurden von US-Kampffliegern absolviert.

US-Präsident Barack Obama empfängt heute den irakischen Regierungschef Haidar al-Abadi im Weißen Haus. In Washington heißt es, möglicherweise werde der Iraker um mehr Waffenhilfe bitten. Abgesehen von den Kampfjets haben die USA bislang lediglich Militärberater geschickt, die die irakischen Truppen schulen sollen. Bei ersten Angriffswellen gab es immer wieder Berichte, wonach irakische Einheiten vor den IS-Kämpfern geflohen seien.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa/AFP

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