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Offensive zur Eroberung von Tikrit Irakische Armee meldet Erfolge gegen IS

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Die Eroberung von Tikrit soll ein Test für die Kämpfer sein - das große Ziel heißt Mossul.

(Foto: REUTERS)

Rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad läuft die bislang größte Offensive gegen die Dschihadisten des IS. Zehntausende Kämpfer versuchen, die Stadt Tikrit zurückzuerobern. Während die Terroristen Selbstmordattentäter schicken, meldet die Armee erste Erfolge.

Nach dem Beginn einer Großoffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) meldet das irakische Militär erste Erfolge. Die Armee habe östlich der Stadt Tikrit die Region Hamrin sowie zwei kleinere Orte eingenommen, hieß es aus Militärkreisen. Irakische Medien berichteten unter Berufung auf die Armee von heftigen Kämpfen zwischen beiden Seiten. Die IS-Extremisten hätten Selbstmordattentäter eingesetzt, um den Angriff abzuwehren.

Eine unabhängige Bestätigung für die Geländegewinne gab es bislang nicht. Erfolgsmeldungen der irakischen Armee sind häufig mit Vorsicht zu genießen, sie haben sich in der Vergangenheit bereits einige Male als falsch herausgestellt.

Test für geplante Mossul-Eroberung

Armee, schiitische Milizen und sunnitische Stammeskämpfer hatten eine Offensive begonnen, um den IS aus Tikrit zu vertreiben. Es ist der bisher größte Angriff auf die Dschihadisten im Irak. Die Regierung hat nach eigenen Angaben 30.000 Kämpfer mobilisiert. Auch Iraks Luftwaffe fliegt Angriffe gegen die Dschihadisten. Tikrit, rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad, liegt an einer strategisch wichtigen Verbindungsstraße in den Norden des Landes. Die Offensive gilt zugleich als Test der irakischen Kräfte für einen geplanten Angriff auf die nordirakische IS-Hochburg Mossul.

Die US-Armee und ihre Verbündeten beteiligen sich bislang nicht mit Luftangriffen an der neuen Offensive gegen die sunnitischen Extremisten. Laut dem US-Verteidigungsministerium gab es keine Anfrage der irakischen Regierung, wie US-Medien berichteten. Es handele sich um eine irakische Angelegenheit, sagte ein Sprecher des Pentagons.

Die US-Luftwaffe und ihre Verbündeten bombardieren seit mehreren Monaten regelmäßig IS-Stellungen im Irak und in Syrien. Dagegen unterstützt der schiitische Iran die Offensive. Mit Ghassem Sulejmani sei ein hochrangiger Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden als Berater und Beobachter vor Ort.

Quelle: n-tv.de, fma/dpa

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