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Vor syrischer Küste verschollen Iranischer Tanker ist nicht mehr zu orten

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Wo ist die "Adrian Darya 1"? Sie kann nicht mehr geortet werden.

(Foto: REUTERS)

Die Odyssee des einst von Gibraltar festgesetzten Tankers "Adrian Darya 1" hält nun schon seit Wochen an. Zuletzt wird das Schiff zwischen Zypern und Syrien vermutet. Doch dann verschwindet das Signal. Experten haben eine Vermutung, warum der Kontakt abgebrochen ist.

Gut zwei Wochen nach der Freigabe durch Großbritannien und nach mehreren Kurswechseln im Mittelmeer hat der iranische Öltanker "Adrian Darya 1" offenbar vor der syrischen Küste seine Ortungssignale abgeschaltet. Das Schiff sandte sein vorläufig letztes Signal am frühen Montagabend von einer Position zwischen Zypern und Syrien, wie aus Daten des Anbieters Refinitiv hervorging.

Es war noch unter dem Namen "Grace 1" am 4. Juli von der britischen Marine vor Gibraltar festgesetzt worden. Grund dafür war der Verdacht, unter Verstoß gegen EU-Sanktionen Öl nach Syrien zu liefern. Dies verschärfte die Spannungen im Atomstreit mit dem Iran, der als Vergeltung zwei Wochen später einen britischen Tanker wegen angeblicher Verstöße gegen das Seerecht festsetzte.

Die Behörden im britischen Überseegebiet Gibraltar gaben den iranischen Tanker am 15. August frei, nachdem sie aus Teheran Zusicherungen erhalten hatten, dass das Schiff seine 2,1 Millionen Barrel Öl nicht in Syrien löschen werde. Wenige Tage später teilte der Iran ohne nähere Details mit, dass die Ladung verkauft worden sei. Inzwischen hat der Tanker mindestens drei Mal seinen Kurs geändert.

In Branchenkreisen wurde vermutet, dass eine Übergabe der Ladung an ein anderes Schiff auf See geplant sein könnte. Die USA haben andere Staaten gewarnt, sie würden eine Unterstützung des Schiffes als Unterstützung einer Terrororganisation erachten. Sie gehen davon aus, dass der Tanker den iranischen Revolutionsgarden gehört. Die US-Führung betrachtet diese einflussreiche Militär-Eliteeinheit als Terrororganisation. US-Präsident Donald Trump will den Iran mit Sanktionen unter anderem im Ölgeschäft zu einem strengeren Atomabkommen zwingen.

Quelle: n-tv.de, kpi/rts

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