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Nach Test in Nordkorea Kim: Raketen erreichen US-Festland

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Ein Mann in Südkorea betrachtet Aufnahmen vom jüngsten nordkoreanischen Raketentest.

(Foto: AP)

Nordkoreas Machthaber Kim zeigt sich nach einem neuen "vollkommen erfolgreichen" Raketentest höchst zufrieden. Nun liege das "gesamte US-Festland innerhalb unserer Reichweite". US-Präsident Trump kündigt Reaktionen an.

Nach dem erneuten Raketentest Nordkoreas hat Machthaber Kim Jong Un verkündet, mit Interkontinentalraketen das gesamte Festland der USA erreichen zu können. Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, Kim Jong Un habe seine große Zufriedenheit mit dem "vollkommen erfolgreichen" Test zum Ausdruck gebracht und sei voll des Lobes für die Konstrukteure. Der Test habe Nordkoreas Fähigkeiten demonstriert, "an jedem Ort und jederzeit" eine Rakete starten zu können. Der Staatschef habe erklärt, dass nun das "gesamte US-Festland innerhalb unserer Reichweite" liege.

Bei dem Test am Freitag sei eine verbesserte Version einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-14 abgefeuert worden, berichtete KCNA weiter. Die Rakete sei während ihrer 47-minütigen Flugzeit 998 Kilometer weit geflogen. Zudem habe der Test unter Beweis gestellt, dass die Rakete trotz der hohen Temperaturen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre mit einem Atomsprengkopf bestückt werden könne.

Der erneute Raketentest war bereits der zweite innerhalb eines Monats und erfolgte nur wenige Stunden nach einem Sanktionsbeschluss des US-Senats gegen die Führung in Pjöngjang. Bereits am 4. Juli hatte Nordkorea verkündet, es habe in einem "historischen Durchbruch" als "Geschenk" an die USA erstmals erfolgreich eine ballistische Interkontinentalrakete getestet.

Trump kündigt "notwendige Schritte" an

US-Präsident Donald Trump verurteilte den Test als "rücksichtslos und gefährlich". Er bekräftigte, seine Regierung werde "alle notwendigen Schritte" unternehmen, um die Sicherheit der USA zu gewährleisten. Der erneute Test werde Nordkorea "weiter isolieren", die Wirtschaft des Landes schwächen und seine Bürger berauben. Seine Regierung werde "alle notwendigen Schritte" unternehmen, um die Sicherheit der USA zu gewährleisten und die Verbündeten in der Region zu schützen.

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Die USA und Nordkorea feuern Kurzstreckenraketen ins Meer.

(Foto: AP)

Als Warnung an Nordkorea hielten die USA und Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver ab. Nach Angaben der US-Armee feuerten die Streitkräfte an diesem Samstagmorgen Kurzstreckenraketen vor der Ostküste Südkoreas ins Meer. Zuvor hatten die USA und Südkorea angekündigt, über eine mögliche "militärische Antwort" zu beraten.

US-Außenminister Rex Tillerson erhob derweil Vorwürfe gegen China und Russland. Peking und Moskau trügen eine "eindeutige und besondere Verantwortung für die wachsende Bedrohung der regionalen und globalen Stabilität", indem sie Nordkoreas Raketenprogramm wirtschaftlich ermöglichten, erklärte Tillerson. China gilt als wichtigster Verbündeter der international weitgehend isolierten Führung in Pjöngjang.

Peking verurteilt Test

Die Regierung in Peking verurteilte den erneuten Raketentest allerdings als Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Zugleich rief das chinesische Außenministerium alle Parteien zur Zurückhaltung auf, um eine weitere Zuspitzung des Konflikts zu vermeiden.

Die EU warf Pjöngjang "eine ernsthafte Bedrohung des internationalen Friedens" vor. Nordkorea habe damit gegen zahlreiche Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen, kritisierte der Auswärtige Dienst der Europäischen Union.

UN-Sprecher Farhad Haq bezeichnete es als "frustrierend", dass die Appelle von UN-Generalsekretär Antonio Guterres zur Deeskalation des Konflikts nicht erhöht würden. Alle beteiligten Parteien müssten ihren "besonderen Einfluss" geltend machen, um zu einer Lösung beizutragen, sagte Haq.

Nordkorea arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Atomwaffen sowie Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe womöglich bis in die USA getragen werden könnten. Der UN-Sicherheitsrat verhängte mehrfach Sanktionen gegen das international weitgehend isolierte Land.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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