Politik

Nordkoreas Diktator stärkt Position Kim ist jetzt Parteivorsitzender

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Klatsch, klatsch, klatsch: Kim lässt sich auf dem Parteikongress feiern.

(Foto: REUTERS)

Der Vater ist "ewiger Generalsekretär", der Großvater "ewiger Präsident". Nun bekommt auch Kim Jong Un einen Titel. Damit festigt er seine Position in der Diktatur.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Medienberichten beim ersten Kongress der herrschenden Arbeiterpartei seit 1980 den neuen Titel eines Parteivorsitzenden erhalten. Das protokollarische Staatsoberhaupt Kim Yong Nam stellte Kim als Vorsitzenden vor, als ausländische Medienvertreter am vierten Konferenztag in den Sitzungssaal durften. Das berichteten japanische Medien aus Pjöngjang.

Der Schritt solle offensichtlich Kims herausragende Stellung symbolisieren. Als erster Parteisekretär war er bereits faktischer Parteichef. Sein Ende 2011 gestorbener Vater Kim Jong Il trägt den Titel eines "ewigen Generalsekretärs". Kim Jong Uns Großvater, der Staatsgründer Kim Il Sung wird als "ewiger Präsident" bezeichnet, er ist De-jure auch heute noch Staatschef, obwohl er bereits 1994 starb.

Zuvor hatte der Parteitag die "Byungjin"-Politik von Kim Jong Un abgesegnet. Sie besteht aus der zweigleisigen Förderung des Atomprogramms als auch der Wirtschaft. Kim hatte am Sonntag erläutert, Nordkorea werde seine Atomwaffen nur dann einsetzen, wenn seine Souveränität von anderen atomar bewaffneten Staaten bedroht werde.

Seine ebenfalls auf dem Parteikongress geäußerte Dialogbereitschaft stieß in Südkorea allerdings auf Skepsis. Der UN-Sicherheitsrat verhängte wegen wiederholter Atomtests scharfe Sanktionen.

Quelle: ntv.de, mli/dpa