Politik

Friedensgesprächen zum Trotz Kolumbianische Armee tötet FARC-Anführer

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Kolumbianische Soldaten präsentieren die Leichen des FARC-Anführers und seines Stellvertreters.

(Foto: REUTERS)

Seit fast 50 Jahren liefert sich die linksgerichtete Rebellengruppe FARC einen Guerillakrieg mit der kolumbianischen Armee. Und obwohl die beiden Seiten seit November vergangenen Jahres Friedensgespräche führen, geht der Schlagabtausch mit unverminderter Härte weiter. Nun meldet die Regierung den Abschuss eines wichtigen FARC-Anführers.

Die kolumbianische Armee hat einen Kommandeur der linksgerichteten FARC-Guerilla getötet. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos lobte im Kurznachrichtendienst Twitter die Tötung von Jesús Antonio Plata Ríos alias "Zeplin" als gemeinsamen Erfolg von Luftwaffe und Armee. Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón erklärte, dies sei "ein weiterer Schlag", welcher die Fähigkeiten der Armee im Kampf gegen die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens beweise. "Zeplin" führte die FARC-Truppen im Westen des Landes an.

Die FARC, die 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer gegründet wurde, ist die größte Rebellengruppe in Kolumbien. Seit November führt sie mit der Regierung Friedensverhandlungen in Kuba. Die Vertreter beider Seiten sind jedoch erst beim zweiten von insgesamt fünf Verhandlungskapiteln angekommen. Im Mai wurde eine Einigung über eine Landreform erzielt.

Die kolumbianische Regierung hatte einen Waffenstillstand während der Verhandlungen mit der Begründung abgelehnt, die Rebellen würden diesen für eine Wiederbewaffnung nutzen. Zuletzt wurden wieder vermehrt Kämpfe gemeldet. Ende Juli kündigte Santos eine Verstärkung der Offensive gegen die FARC an.

Quelle: ntv.de, AFP

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