Politik

Grüne legen zu, SPD verliert Linke Mehrheit in weiter Ferne

Die Grünen erobern sich in der Sonntagsfrage einen Prozentpunkt zurück, allerdings verliert der Wunsch-Koalitionspartner SPD gleichzeitig einen Punkt. Die Situation ist typisch für die vergangenen Monate.

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Parteichefs Gabriel und Özdemir: Eine Koalition im Bund wäre derzeit ausgeschlossen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es ist das Lieblingsthema von linken Sozialdemokraten, grünen Fundis und Realos aus der Linkspartei: Es gebe eine "linke Mehrheit" in Deutschland und die sollte man so bald wie möglich nutzen, heißt es immer wieder. Doch die Zahlen des aktuellen Stern-RTL-Wahltrend zeigen wieder einmal: Die "linke Mehrheit" gibt es derzeit nicht.

Zwar hätten SPD, Linke und Grüne im Bundestag ein paar Stimmen mehr als CDU und CSU. Aber wenn am kommenden Sonntag Bundestagwahl wäre, wäre diese Mehrheit laut Forsa dahin – und daran ändert sich seit Wochen wenig: Wenn die SPD einen Prozentpunkt gewinnt, verlieren ihn die Grünen und umgekehrt. In der aktuellen Woche steigt der Wert der Grünen von 9 auf 10 Punkte, die SPD sinkt gleichzeitig von 24 auf 23. Die Linkspartei bleibt bei 9 Punkten.

Dass die Summe daraus, also 42 Prozent nicht zum Regieren reicht, liegt an der AfD, die wie in der Vorwoche mit 8 Prozent rechnen könnte und damit sicher im Bundestag vertreten wäre. Zusammen mit der Union, die bei stabilen 41 Prozent steht, ist das mehr als Rot-Rot-Grün zusammenbekommt.

Für eine absolute Mehrheit müssten sich also entweder wieder Union und SPD zusammentun oder Union und Grüne. Ein Einbinden der AfD wirkt unwahrscheinlich. Und solange die "Alternative" in den Bundestag einzieht, bleibt die "linke Mehrheit" ein Traum.

Quelle: ntv.de, che

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