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USA verärgert Moskau bestätigt Waffenhilfe für Assad

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Zumindest in Damaskus hängen die Assad-Plakate noch.

(Foto: imago/Xinhua)

Schon lange war darüber spekuliert worden, jetzt erklärt Moskau erstmals offiziell: Russland leistet Syriens Machthaber Baschar al-Assad militärischen Beistand. Dabei gerät dessen Regime zunehmend in Bedrängnis.

Russland hat erstmals den Einsatz eigener Soldaten in Syrien bestätigt. Die Experten leisteten Hilfe bei Waffenlieferungen, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums in Moskau. Die Lieferungen seien für den Kampf gegen den Terrorismus bestimmt. Spekulationen und Berichte über eine verstärkte russische Präsenz in dem Bürgerkriegsland gab es seit Wochen.

Russland ist enger Verbündeter von Staatschef Baschar al-Assad, der im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat und andere Rebellen zunehmend in die Defensive gerät. So zog sich die Armee von einem wichtigen Luftwaffenstützpunkt in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes zurück, wie das Staatsfernsehen berichtete. Die Basis war seit zwei Jahren belagert worden.

Die verstärkten Aktivitäten Russlands in Syrien stoßen in den USA indes auf große Skepsis. Sie bombardieren gemeinsam mit anderen Staaten IS-Ziele in dem Land, verzichten dabei nach eigenen Angaben aber auf eine Zusammenarbeit mit der Regierung in Damaskus. In dieser Woche hatte die US-Regierung Griechenland und Bulgarien gebeten, russischen Maschinen mit dem Ziel Syrien Überflugrechte zu verweigern.

Russland kritisierte die USA deswegen scharf. Die US-Regierung habe ein "rüpelhaftes Verhalten" an den Tag gelegt, erklärte das Außenministerium. Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland sind seit dem Konflikt in der Ukraine gespannt.

Quelle: n-tv.de, ghö/rts

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