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Auch Bundeswehr beteiligt Nato schickt Awacs-Flugzeuge gegen den IS

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Deutschland stellt ein Drittel der Awacs-Besatzungen.

(Foto: dpa)

Die Nato verstärkt ihre Beteiligung im Kampf gegen den Islamischen Staat. Awacs-Flugzeuge sollen den Luftraum über dem Irak und Syrien überwachen. Auch Bundeswehr-Soldaten sollen dabei eingesetzt werden.

Die Nato-Staaten haben endgültig grünes Licht für den Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gegeben. Die Staats- und Regierungschefs der Bündnisstaaten beschlossen in Warschau, einer entsprechenden Bitte der USA nachzukommen.

Die Bündnispläne sehen vor, dass die mit moderner Radar- und Kommunikationstechnik ausgestatteten Flugzeuge von der Türkei und der Mittelmeerküste aus den Luftraum über Syrien und dem Irak überwachen. Wenn der Einsatz wie geplant nach dem Sommer beginnt, werden aller Voraussicht nach auch deutsche Soldaten zum Einsatz kommen. Die Bundeswehr stellt nach eigenen Angaben rund ein Drittel der Besatzungsmitglieder für die aus 16 Flugzeugen bestehende Awacs-Flotte der Nato.

Dass der Bundestag ein entsprechendes Mandat gewähren würde, gilt als unstrittig. Deutschland unterstützt die Anti-IS-Koalition schon heute mit Tornado-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug - auch diese sind in der Türkei stationiert. Zudem werden kurdische Anti-IS-Kämpfer mit Waffen beliefert.

Ausbildungsmission im Irak

Gleichzeitig beschloss der Gipfel eine Ausweitung des Trainingsprogrammes für irakische Soldaten im Kampf gegen den Islamischen Staat. Diese sollen künftig nicht mehr nur im Ausland, sondern auch im Irak selbst ausgebildet werden. Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi habe um die zusätzliche Unterstützung gebeten, erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Das aktuelle Trainingsprogramm war im vergangenen Sommer beschlossen worden. In seinem Rahmen bildeten Nato-Soldaten zuletzt mehrere hundert irakische Offiziere in Jordanien aus. Eine Nato-Ausbildungsmission für irakische Truppen im Land selbst hatte es zuletzt zwischen 2004 und 2011 gegeben. Nach Angaben aus Bündniskreisen könnte der neue Trainingseinsatz im Irak Anfang kommenden Jahres starten. Im Gespräch ist, in einem ersten Schritt 20 bis 30 Ausbilder in das Land zu schicken.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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