Politik

An der Grenze zu Nordkorea Pence besucht entmilitarisierte Zone

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Mike Pence blickt von einem Aussichtsposten Richtung Nordkorea.

(Foto: REUTERS)

Als Zeichen der Solidarität stattet der US-Vizepräsident dem südkoreanischen Verbündeten einen Besuch ab. Den dort stationierten US-Soldaten versichert er, die Allianz zwischen den USA und Südkorea sei "niemals stärker gewesen".

Nur einen Tag nach einem erneuten Raketentest Pjöngjangs hat US-Vizepräsident Mike Pence am Montagmorgen einen ehemaligen UN-Militärstützpunkt in der Nähe der Grenze von Süd- und Nordkorea besucht. Das teilte das Weiße Haus mit. Das Camp Bonifas befindet sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder.

Ungeachtet scharfer Warnungen aus den USA hatte Nordkorea am Sonntag eine Rakete abgeschossen, die nach Angaben der USA und Südkoreas jedoch unmittelbar nach dem Start explodierte. Der Raketentest erfolgte nur einen Tag nach einer großen Militärparade in Pjöngjang anlässlich des 105. Geburtstags von Staatsgründer Kim Il Sung und wenige Stunden vor der Ankunft des US-Vizepräsidenten in Seoul.

"Niemals stärker gewesen"

Am Sonntag bezeichnete Pence den Raketentest vor einer Gruppe von US-Soldaten als "Provokation". Unter der Führung von US-Präsident Donald Trump sei "unsere Entschlossenheit und unser Bekenntnis zu dieser historischen Allianz mit dem mutigen Volk Südkoreas niemals stärker gewesen", versicherte er. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten stationiert.

Nach dem Besuch der entmilitarisierten Zone sollte Pence mit dem südkoreanischen Übergangspräsidenten Hwang Kyo Ahn zusammentreffen.

Süd- und Nordkorea befinden sich formal noch im Kriegszustand, weil nach dem Koreakrieg der Jahre 1950 bis 1953 kein Friedensvertrag geschlossen wurde. Die entmilitarisierte Zone zwischen den beiden verfeindeten Staaten gehört - anders als es die offizielle Bezeichnung vermuten ließe - zu den weltweit am schwersten gesicherten Grenzgebieten. Die vier Kilometer breite Pufferzone ist gespickt mit Wachtürmen und Landminen.

Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa

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