Politik

Vorwurf gegen mutmaßliche Islamisten Plante Berliner Duo Anschläge in Syrien?

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Über 200 Polizisten, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, haben am Freitag mehrere Objekte in Berlin durchsucht und Haftbefehle gegen Verdächtige aus der Islamistenszene vollstreckt.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Berlin werden am Freitag zwei mutmaßliche Islamisten festgenommen. Ismet D. und Emin F. sollen für Anschläge mit mehreren Toten in Syrien verantwortlich sein. Und die beiden Berliner werden verdächtigt, weitere Taten vorbereitet zu haben.

Die zwei am Freitag bei einer Razzia in Berlin festgenommenen mutmaßlichen Islamisten sind laut einem Pressebericht offenbar bereits für Anschläge in Syrien verantwortlich. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, sollen Ismet D. und Emin F. unter anderem an der Finanzierung eines Anschlags auf syrische Soldaten im vergangenen Jahr beteiligt gewesen sein. Dabei sei ein Lastwagen mit Stahlplatten verstärkt und in eine Kaserne manövriert worden.

Mit dem selbstgebauten Panzer hätten die Islamisten mehrere Menschen getötet, schrieb die "BamS". Auf Bildmaterial, das der Berliner Generalstaatsanwaltschaft vorliege, posierten zudem Mitglieder der Berliner Terrorzelle mit Waffen und Fahnen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor dem gepanzerten Lastwagen.

Rund 250 Beamte der Berliner Polizei waren am Freitag mit einer Großrazzia gegen die Islamisten vorgegangen. Dabei wurden zwei Haftbefehle vollstreckt und elf Objekte durchsucht. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft erklärte dazu, die Beschuldigten würden verdächtigt, eine "schwere staatsgefährdende Gewalttat" in Syrien vorbereitet zu haben.

Aus salafistischem Spektrum

Die bereits seit Monaten geführten Ermittlungen richteten sich den Angaben zufolge gegen fünf Verdächtige mit türkischem Pass im Alter von 31 bis 44 Jahren. Es lägen keine Anhaltspunkte vor, dass die Gruppe Anschläge in Deutschland geplant habe.

Die Beschuldigten sind laut den Behörden zum Teil seit Jahren dem gewaltbereiten salafistischen Spektrum zuzurechnen und ließen eine ideologische Nähe zu Extremistenorganisationen wie dem IS sowie tschetschenischen Gruppierungen in Syrien erkennen.

Einer der Verdächtigen soll als selbsternannter "Emir" eine islamistische Extremistengruppe in Berlin anführen. Die Gruppe soll durch einen von ihm abgehaltenen "Islamunterricht" radikalisiert und auf die Teilnahme am Dschihad gegen "Ungläubige" in Syrien vorbereitet worden sein.

Quelle: ntv.de, tno/AFP