Politik

Mutiger Helfer bei London-Terror Politiker kämpft um Leben von Anschlagsopfer

Dramatische Bilder vom Anschlag in London gehen um die Welt. Zu sehen ist auch Tobias Ellwood: Der Abgeordnete versucht vergeblich, das Leben des attackierten Polizisten zu retten. Schon einmal hat er jemanden bei einem Terror-Akt verloren.

Nicht vielen dürfte der Name des britischen Parlamentsabgeordneten Tobias Ellwood geläufig sein. Doch der Terroranschlag in London hat das über Nacht geändert. Bilder des konservativen Politikers, wie er im Anzug und mit blutverschmiertem Gesicht vor dem angegriffenen Polizisten Keith Palmer kniet, gehen um die Welt. Ellwood versuchte, mit einer Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung das Opfer wiederzubeleben und schnell seine Blutungen zu stillen.

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Mit seinem Einsatz wurde er zum Helden des Anschlags, bei dem insgesamt vier Menschen starben. Darunter auch der Polizist, den Ellwood zu retten versuchte. Palmer war zuvor von dem Attentäter mit einem Messer angegriffen und dabei schwer verletzt worden.

Bei Twitter veröffentlichen viele Menschen Fotos, auf denen Ellwood mit blutverschmierten Händen und Kleidung zu sehen ist. In ihren Kommentaren zollen viele dem 50-Jährigen dafür Respekt. Auch in britischen und internationalen Medien wird Ellwood für seine Ersthilfe gefeiert.

Die Ärztin und TV-Medizinexpertin Dr. Ellie schrieb bei Twitter: "Ich sage meinen Kindern, sie sollen nach dem Guten schauen, selbst wenn wirklich schreckliche Dinge passieren. Deshalb habe ich ihnen von #TobiasEllwood erzählt."

Ellwood erklärte Journalisten später: "Ich habe versucht, das Blut zu stoppen und ihn zu beatmen, während ich auf das Eintreffen der Einsatzkräfte wartete. Aber ich glaube, er hat zu viel Blut verloren." Ellwood wirkte dabei sichtlich geschockt. "Er hatte viele Wunden unter dem Arm und am Rücken", fügte er hinzu.

Der ehemalige Soldat Ellwood hatte vor 15 Jahren seinen Bruder Jon bei einem Bombenanschlag auf der Ferieninsel Bali verloren. Auf einer Partymeile hatten Terroristen damals fast zeitgleich zwei Bomben gezündet und dabei insgesamt 202 Menschen getötet.

Quelle: n-tv.de, vck

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