Politik

Trump trifft die Parteispitze Republikaner demonstrieren Einigkeit

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Während Donald Trump und Paul Ryan drinnen verhandeln, protestieren vor der Parteizentrale der Republikaner Menschen gegen die Präsidentschaftskandidatur des Milliadärs.

(Foto: dpa)

Donald Trump ist der beliebteste republikanische Präsidentschaftskandidat seit langem - bei den Wählern. Bei der Parteiführung ist er dagegen der unbeliebteste. Bei einem Spitzentreffen machen beide Seiten anscheinend einen Schritt aufeinander zu.

Die Führung der US-Republikaner findet sich anscheinend langsam mit dem von ihr ungeliebten Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ab. Bei einem Spitzentreffen in Washington haben sich beide Seiten angeblich angenähert. Nach einem Gespräch des Milliardärs mit dem mächtigen republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, sprachen beide von einem "sehr positiven Schritt auf dem Weg zur Vereinigung" der Partei.

In einem gemeinsamen Statement erklärten Trump und Ryan, sie hätten "ehrlich" über ihre "wenigen Meinungsverschiedenheiten" gesprochen. Aber es gebe auch viele wichtige Themen, bei denen es eine "gemeinsame Basis" gebe. Beide kündigten an, weitere Diskussionen führen zu wollen. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass es eine große Chance gibt, die Partei zu vereinen und zum Sieg bei der Präsidentschaftswahl im November zu führen."

Nähe zu den Demokraten und Beleidigungen

Ryan verzichtete aber nach wie vor darauf, Trump ausdrücklich seine Unterstützung zuzusichern. Vergangene Woche hatte er erklärt, dass der Milliardär mehr tun müsse, "um die Partei zusammenzubringen". Auch andere prominente Republikaner verweigern ihm die Gefolgschaft, darunter Abgeordnete und Senatoren sowie die früheren Präsidenten George Bush und George W. Bush.

Ein Grund ist, dass Trump Mindestlöhne erhöhen, den internationalen Handel einschränken und eine Krankenpflichtversicherung aufrechterhalten will. Vor allem der konservative Republikaner-Flügel hält dies für zu nahe an den Demokraten. Er habe den Republikanern damit neue Wählergruppen erschlossen, erklärt dagegen Trump.

Widerstand gibt es außerdem, weil Trump seine republikanischen Gegner im Vorwahlkampf meist mit Hilfe persönlicher Beleidigungen ausgeschaltet hatte. Der "Kleine Marco" (Rubio), Der "Niedrig-Energie-Kandidat" (Bush) und "Lügen-Ted" (Cruz) sind die bekanntesten Beispiele. Die Nominierung für die Präsidentschaftskandidatur hat er sich damit aber de facto gesichert. Aller Voraussicht nach wird er bei den Wahlen im November gegen die frühere Außenministerin Hillary Clinton antreten.

Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa