Politik

RTL/ntv-Trendbarometer SPD liegt vier Punkte hinter der Union

Für die SPD geht es im aktuellen Trendbarometer deutlich abwärts: Sie büßt als Partei an Zustimmung ein, ihr Kanzler schneidet in der K-Frage weniger gut ab, und auch bei der Einschätzung zur politischen Kompetenz verliert die SPD an Vertrauen.

Die SPD verliert in dieser Woche erneut an Zustimmung. Nach einem Verlust von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche liegen die Sozialdemokraten im RTL/ntv-Trendbarometer nun vier Punkte hinter der Union.

CDU und CSU legen einen Punkt zu, auch die FDP verbessert sich um einen Punkt, nachdem ihr Wert lange unverändert geblieben war.

Wäre jetzt Bundestagswahl, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 27 Prozent (Bundestagswahl 2021: 24,1 Prozent), SPD 23 Prozent (25,7 Prozent), Grüne 18 Prozent (14,8 Prozent), FDP 10 Prozent (11,5 Prozent), AfD 9 Prozent (10,3 Prozent), Linke 5 Prozent (4,9 Prozent). Für sonstige Parteien würden sich 8 Prozent der Wählerinnen und Wähler entscheiden (8,7 Prozent). Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt bei 22 Prozent und damit etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl (23,4 Prozent).

Scholz führt deutlich vor Merz, verliert aber Zustimmung

Bei der Kanzlerpräferenz büßt Bundeskanzler Olaf Scholz ebenfalls an Rückhalt ein, CDU-Chef Friedrich Merz legt leicht zu. Könnten die Wahlberechtigten den deutschen Regierungschef direkt wählen, würden sich bei der Alternative Scholz gegen Merz aktuell 44 Prozent für Scholz entscheiden, zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. 20 Prozent würden Merz wählen, ein Punkt mehr als in der Vorwoche.

Von den SPD-Anhängern würden sich 82 Prozent für Scholz, von den Anhängern der CDU/CSU 47 Prozent für Merz entscheiden. Umgekehrt würden nur 5 Prozent der SPD-Anhänger Merz wählen, aber 27 Prozent der Unionsanhänger Scholz.

Für Scholz sind die 44 Prozent kein guter Wert. Nach seiner Wahl zum Bundeskanzler im Deutschen Bundestag erreichte er in dieser Umfrage einen Wert von 50 Prozent, Merz kam damals auf 18 Prozent. Scholz' schlechtester Wert war eine Zustimmung von 40 Prozent Anfang Februar.

Krieg ist das mit Abstand wichtigste Thema

Für 85 Prozent der Wählerinnen und Wähler ist der Krieg gegen die Ukraine ein zentrales Thema. 53 Prozent nennen die Corona-Pandemie, 29 Prozent das Thema Energie und Energieversorgung. Klima und Umwelt nennen nur 7 Prozent.

Bei der Einschätzung zur politischen Kompetenz verliert die SPD deutlich an Vertrauen. 17 Prozent aller Wahlberechtigten trauen aktuell noch den Sozialdemokraten zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden, das sind drei Punkte weniger als in der Vorwoche. 9 Prozent trauen dies der Union zu, ein Minus von einem Punkt, 10 Prozent den Grünen, 5 Prozent der FDP und 3 Prozent den sonstigen Parteien. 56 Prozent trauen keiner Partei die Lösung der Probleme in Deutschland zu.

13 Prozent der Bundesbürger gehen aktuell von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland aus, 67 Prozent erwarten eine Verschlechterung. 17 Prozent rechnen mit keiner Veränderung der wirtschaftlichen Lage.

Quelle: ntv.de, hvo

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