Politik

Jugendlicher schlägt zu Spaniens Regierungschef attackiert

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wenige Tage vor der Wahl in Spanien besucht Ministerpräsident Rajoy einen der Orte seiner Jugend. Unter dem Vorwand, ein Selfie schießen zu wollen, nähert sich ein 17-Jähriger. Dann eskaliert die Situation.

Bei einem Wahlkampfauftritt ist der spanische Regierungschef Mariano Rajoy von einem Jugendlichen angegriffen worden und mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Der Angreifer sei ein 17-Jähriger, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Efe. Der Junge habe anschließend auch auf einen Leibwächter eingeprügelt. Er sei von den Sicherheitskräften überwältigt und von der Polizei in Handschellen abgeführt worden.

Die Attacke ereignete sich auf einem Spaziergang, den Rajoy mit Parteifreunden in der Stadt Pontevedra im Nordwesten des Landes unternahm. Dort hatte er einen großen Teil seiner Jugend verbracht. Der Jugendliche hatte sich nach diesen Informationen dem Regierungschef genähert mit dem Vorwand, ein Selfie mit dem Ministerpräsidenten aufnehmen zu wollen. Der konservative Politiker schrieb nach dem Zwischenfall auf Twitter: "Es geht mir gut. Ich mache mich auf den Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung in La Coruña."

In Spanien wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. In aktuellen Umfragen bleibt Rajoys PP unter 30 Prozent der Stimmen, dürfte aber dennoch stärkste Kraft werden.

Zu Wochenbeginn hatte Rajoy sich mit seinem sozialistischen Herausforderer Pedro Sánchez einen hitzigen Schlagabtausch geliefert. Sánchez hatte Rajoy vorgeworfen, dass er nicht "anständig" sei, weil er trotz im Jahr 2011 erhobenen Korruptionsvorwürfen gegen ihn nicht zurückgetreten sei. Rajoy hatte daraufhin den Oppositionschef als "elenden Schuft" bezeichnet. Den tätlichen Angriff auf Rajoy verurteilte Sánchez via Twitter als "nicht hinnehmbar".

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/dpa