Politik

Appell an Unentschlossene Steinmeier: "Lassen Sie sich impfen!"

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einer Veranstaltung der Reihe "Forum Bellevue zur Zukunft der Demokratie".

(Foto: imago images/Future Image)

Bundespräsident Steinmeier hält deutsche Bürgerinnen und Bürger dazu an, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Es seien vor allem Ungeimpfte, die auf Intensivstationen "um ihr Leben kämpfen". Zudem fordert er, aus der Pandemie die richtigen Schlüsse zu ziehen, um für künftige Krisen gewappnet zu sein.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat alle unentschlossenen Bürger eindringlich zur Corona-Impfung aufgerufen. "Wer jetzt immer noch zögert, sich impfen zu lassen, den will ich heute ganz direkt fragen: Was muss eigentlich noch geschehen, um Sie zu überzeugen?", sagte Steinmeier laut Redetext bei einer Diskussionsrunde im Schloss Bellevue. In Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung hatte er diesen Montag zum zwölften Mal zur Veranstaltung "Forum Bellevue zur Zukunft der Demokratie" eingeladen. "Ich bitte Sie noch einmal: Lassen Sie sich impfen!"

"Diejenigen, die sich nicht impfen lassen, setzen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel und sie gefährden uns alle", fügte der Bundespräsident hinzu. Es seien vor allem Ungeimpfte, die sich in diesem Herbst mit dem Coronavirus infizierten und die auf den Intensivstationen "um ihr Leben kämpfen".

Staat muss aus der Pandemie lernen

Steinmeier richtete den Blick auch auf künftige Krisen. Fast zwei Jahre nach dem Beginn der Pandemie sei es an der Zeit, erste Schlüsse zu ziehen und den Staat krisen- und zukunftsfest zu machen. "Unser Krisengedächtnis ist ein Kurzzeitgedächtnis; wir verdrängen und vergessen schlechte Erfahrungen schnell", sagte der Bundespräsident.

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Die staatlichen Institutionen müssten in der Lage sein, im Krisenfall "schnell und gut" zu reagieren. "Im Zeitalter der Erderwärmung muss unser Staat auf weitere Umweltkatastrophen vorbereitet sein, er muss auf weitere Pandemien vorbereitet sein, und er muss paradoxerweise auch auf Krisen vorbereitet sein, deren Art und Ausmaß wir noch gar nicht kennen", sagte Steinmeier.

Die Pandemie habe den demokratischen Rechts- und Sozialstaat auf eine "harte und neuartige Belastungsprobe" gestellt und Schwächen, "die es schon vor Corona gab, schonungslos offenbart", sagte Steinmeier. Er kritisierte insbesondere Defizite bei der Digitalisierung. "Der digitale Rückstand in Behörden, an Schulen, im Gesundheitssystem, dieser Rückstand ist beschämend, und die Bemühungen, diese Defizite zu beheben, kommen viel zu langsam voran", sagte Steinmeier.

Quelle: ntv.de, mbu/AFP

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