Politik

Vier Schwerletzte nach Zug-Attacke Täter attackierte chinesische Familie

Unter den Opfern der Axt-Attacke in einem Zug bei Würzburg sind vier Chinesen. Der Vater einer 27-jährigen Frau und ihr Freund sollen laut einem Zeitungsbericht versucht haben, die Familie vor dem Angreifer zu schützen. Wie schwer sie verletzt sind, ist unklar.

Vier der fünf Opfer der Axt- und Messerattacke eines jungen Afghanen in einem Zug bei Würzburg stammen aus Hongkong. Das bestätigte der Hongkonger Regierungschef Leung Chun-Ying. Er verurteilte den Angriff und sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus. Repräsentanten der Hongkonger Wirtschaftsvertretung in Berlin besuchten die Opfer im Krankenhaus in Würzburg. 

Zuvor hatte bereits die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" unter Hinweis auf die chinesischen Behörden berichtet, dass es sich um eine Familie und einen Freund handelt. Die vier Verletzten seien ein 62-jähriger Mann und dessen 58-jährige Ehefrau sowie die 27-jährige Tochter des Paares und ihr 31-jähriger Freund. Vermutlich halten sie sich als Touristen in Deutschland auf.

Der Vater und der Freund hatten dem Bericht zufolge versucht, ihre Familienangehörigen vor dem Angreifer zu schützen und sich dadurch "relativ schwere" Verletzungen zugezogen. Ein Polizeisprecher konnte bisher noch keine Angaben dazu machen, wie schwer genau die Opfer verletzt sind. Ein fünfter Mitreisender, der 17-jährige Sohn des Ehepaares, sei unverletzt davon gekommen, berichtete das Blatt weiter.

Bei der Attacke am Montagabend sind nach Angaben der Polizei vier Menschen schwer und ein weiterer leicht verletzt worden. Bei dem Täter handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um einen Flüchtling aus Afghanistan. Der 17-Jährige war mit einer Axt und einem Messer auf die Fahrgäste des Regionalzuges losgegangen. Er wurde von der Polizei auf der Flucht erschossen.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa

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