Politik

Wahlkampf-Einmischung Russlands Trump glaubt Putin mehr als Geheimdiensten

Dass Russland versucht hat, den Wahlkampf in den Vereinigten Staaten zu beeinflussen, ist für US-Geheimdienste sicher. Präsident Trump schenkt aber lieber Russlands Präsident Putin Glauben. Und der bezeichnet die Vorwürfe als "Fantasie".

US-Präsident Donald Trump will die Dementis von Kreml-Chef Wladimir Putin in der Frage russischer Manipulationen im US-Wahlkampf nicht anzweifeln. "Er hat mir absolut beteuert, dass er sich nicht in unsere Wahl eingemischt hat", sagte Trump nach einem Austausch mit Putin am Rande des Apec-Gipfels in Vietnam. "Ich glaube wirklich, dass er das, was er mir sagt, auch so meint", fügte Trump hinzu.

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Auch Putin äußerte sich vor Journalisten zu dem Thema. Den Vorwurf russischer Einmischung bezeichnete er als eine "Fantasie", die von Trumps Gegnern in den USA aus innenpolitischen Gründen geschürt werde. "Das ist leeres Geschwätz mit dem Wunsch, den gegenwärtigen Präsidenten zu unterminieren", sagte Putin.

Trump berichtete weiter, dass die Vorwürfe bislang bei jedem seiner Treffen mit Putin zur Sprache gekommen seien - und dass Putin diese "jedes Mal" dementiert habe. Putin scheine "sehr getroffen" von den anhaltenden Anschuldigungen, sagte Trump. "Man kann diese Frage auch nicht endlos stellen", fügte der US-Präsident hinzu.

Trump: Russland kann eine Hilfe sein

Später twitterte der US-Präsident: "Wann werden all die 'Hater' und Dummköpfe da draußen einsehen, dass es eine gute und nicht eine schlechte Sache ist, gute Beziehungen zu Russland zu haben." Er wolle die Probleme mit Nordkorea, Syrien, der Ukraine und dem Terrorismus lösen. Dabei könne Russland eine große Hilfe sein.

Öffentliche Zweifel an Putins Darstellungen vermied Trump. Hingegen hatte er die Erkenntnisse der US-Geheimdienste, wonach Russland tatsächlich den Wahlkampf zugunsten des späteren Wahlsiegers Trump zu manipulieren versucht hatte, scharf getadelt. In den USA geht derzeit ein Sonderermittler der Frage nach, ob es im Wahlkampf illegale Absprachen von Trumps Team mit russischen Vertretern gegeben habe. Trump hatte die Ermittlungen wiederholt als "Hexenjagd" kritisiert.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP/dpa

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