Politik

Provokation gefällt Republikanern Trump in Umfragen weiter vorn

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Donald Trump ist bei den Republikanern jetzt der beliebteste Präsidentschaftsbewerber. Fast jedes dritte Parteimitglied würde für ihn stimmen.

(Foto: AP)

Der Quereinsteiger aus New York kann bei den Anhängern der Republikaner in den USA punkten. Donald Trump erreicht nach seinem umstrittenen Debattenauftritt im Vorwahlkampf neue Höhen in den Umfragen.

Sein umstrittener Auftritt bei der ersten TV-Debatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber hat dem Seiteneinsteiger Donald Trump bei den Wählern nicht geschadet. Einer gemeinsamen Umfrage von Reuters und Ipsos zufolge kann Trump bei den im Januar beginnenden Vorwahlen nach aktuellem Stand mit 24 Prozent der Stimmen rechnen. Insgesamt bewerben sich 17 Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei.

Eine andere Umfrage sieht Trump sogar bei 32 Prozent - ein Plus von sieben Punkten. Solche Umfragen werden nicht unter allen US-Wählern durchgeführt, sondern nur unter den Anhängern der jeweiligen Partei. Sie entscheiden in den Vorwahlen, wer am Ende als Kandidat antritt.

In der Reuters/Ipsos-Umfrage folgt der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, mit 12 Prozent auf dem zweiten Platz. Alle anderen Bewerber sind einstellig. Bush hatte vor der TV-Debatte noch bei 17 Prozent gelegen.

"Blut-Bemerkung" hat nicht geschadet

Vergangene Woche hatten Beobachter noch einen möglichen Absturz Trumps vorhergesagt. Nach der TV-Debatte, in der er wortreich ausgeteilt hatte, hatte Trump bei CNN über eine der Journalistinnen gelästert. Megyn Kelly sei das Blut aus den Augen und "aus ihrer - woraus auch immer" gekommen. Die Moderatorin hatte den Multimilliardär in der bei Fox News übertragenen Debatte hart befragt.

Doch offenbar punktet Trump bei vielen Amerikanern trotzdem. Zwar wurde die Blut-Bemerkung auf nahezu allen Sendern lang und breit diskutiert. Die meisten waren sich sicher, dass Trump Kelly damit sagen wollte, sie habe wohl ihre Tage und sei deshalb so hart gegen ihn. Trump dagegen meinte, er habe auf ihre Wut angespielt und sagen wollen, das Blut sei ihr aus Augen, Nase und Ohren gekommen.

Trump wirbt unter anderem für eine Mauer entlang der US-mexikanischen Grenze und dem Wahlkampf-Slogan "Make America great again" ("Macht Amerika wieder großartig"). Über den amtierenden Präsidenten Barack Obama sagte Trump, der habe von nichts eine Ahnung: "Ich will jetzt nicht sagen, er ist inkompetent, denn das wäre nicht so nett."

Quelle: ntv.de, nsc