Politik

Angriff "sofort" erwidert Türkei meldet zwei tote Soldaten in Idlib

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Syrische Regierungstruppen versuchen verbliebene Rebellenhochburgen einzunehmen.

(Foto: REUTERS)

Der militärische Konflikt zwischen der Türkei und dem syrischen Regime fordert immer mehr Menschenleben. Bei Kämpfen in der Provinz Idlib werden nach Angaben Ankaras zwei türkische Soldaten getötet. Die zunehmende Gewalt vertreibt Hunderttausende Menschen.

Im Nordwesten Syriens sind nach Angaben der türkischen Regierung zwei türkische Soldaten von den syrischen Regierungstruppen getötet worden. Sechs weitere türkische Soldaten seien verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Die türkischen Truppen hätten den Angriff "sofort" erwidert.

Die Türkei geht seit einigen Tagen mit einer großen Militäroffensive namens "Operation Frühlingsschild" gegen die syrischen Regierungstruppen im Nordwesten Syriens vor, nachdem die Kämpfe in der Provinz Idlib am Donnerstag eskaliert waren. Bei einem Luftangriff, der mutmaßlich von syrischen Regierungstruppen ausging, waren 34 türkische Soldaten getötet worden.

Die türkische Armee wiederum tötete laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag und Samstag mindestens 74 syrische Soldaten sowie 14 Kämpfer von pro-iranischen Gruppen wie der Hisbollah, die mit der syrischen Armee verbündet sind.

Die syrische Armee geht mit militärischer Unterstützung Russlands seit Dezember verstärkt gegen die überwiegend islamistischen und dschihadistischen Milizen in Idlib und benachbarten Provinzen vor. Die Milizen werden teils von der Türkei unterstützt. Durch die Gewalt wurden nach UN-Angaben seit Dezember fast eine Million Menschen vertrieben. Am Donnerstag wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zu Gesprächen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin in Moskau erwartet.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa