Politik

Besonders in Europa UN beklagen zunehmenden Antisemitismus

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In Paris eskalierten Proteste gegen den Krieg im Gazastreifen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Weltweit löst der Krieg im Gazastreifen Proteste aus. Doch es bleibt mancherorts nicht bei der Kritik an den israelischen Angriffen. Auch antisemitische Tiraden sind zu hören. Die Vereinten Nationen kritisieren diese Entwicklung, die vor allem Europa betreffe.

Die Vereinten Nationen haben den "jüngsten Anstieg antisemitischer Übergriffe" infolge des Gaza-Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern beklagt. Besonders in Europa sei eine Zunahme solcher Angriffe im Zusammenhang mit Protesten gegen die Gewalt in Nahost zu beobachten, hieß es in einer Erklärung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Der Nahost-Konflikt dürfe "keine Ausrede sein für Vorurteile, die den sozialen Frieden" gefährdeten, hieß es in dem Schreiben. Ban rief Israelis und Palästinenser abermals zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen auf.

Gerade in Frankreich waren in den vergangenen Tagen mehrfach pro-palästinensische Demonstrationen in Krawalle und offene Gewalt umgeschlagen. Auch in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und anderen Ländern kam es zu Protesten mit vereinzelten antisemitischen Ausfällen.

Nach fast vierwöchigen Kämpfen kündigte Israel unterdessen eine einseitige, siebenstündige Waffenruhe an. Nach Angaben der Armee beginnt sie um 9.00 Uhr MESZ und gilt für den gesamten Gazastreifen mit Ausnahme des östlichen Teils von Rafah.

Seit Beginn des israelischen Militäreinsatzes gegen militante Palästinenser im Gazastreifen am 8. Juli wurden laut palästinensischen Rettungskräften mehr als 1820 Menschen getötet, die meisten davon Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und drei Zivilisten.

Quelle: ntv.de, mli/AFP

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