Politik

Reaktion auf Trump-Befehl US-Sondergesandter für IS tritt zurück

81095102.jpg

Brett McGurk erklärt im Sommer 2016 bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, wie der aktuelle Stand im Krieg gegen den IS ist.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit seiner Ankündigung, alle US-Truppen aus Syrien abzuziehen, überrascht und verärgert Donald Trump seine Verbündeten. Auch in den USA sorgt der Befehl für Unverständnis: Nach Verteidigungsminister Mattis gibt es den zweiten Rücktritt.

In den USA tritt nach Verteidigungsminister James Mattis auch der US-Sondergesandte für den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS), Brett McGurk, zurück. McGurk werde seinen Posten zum 31. Dezember aufgeben, teilte ein Vertreter des Außenministeriums in Washington mit, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Der Rücktritt kommt drei Tage nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, alle US-Truppen aus Syrien abzuziehen. Aus Regierungskreisen verlautete, McGurk sei gegen diesen Befehl gewesen. Die Entscheidung war auch Anlass für den Rücktritt von Mattis.

Trump hatte den Abzug aller 2000 Soldaten aus Syrien mit dem Sieg über den IS begründet. Bei Verbündeten im Kampf gegen die Terrororganisation stieß die Ankündigung auf Unverständnis, auch in den USA ist sie höchst umstritten. In seiner Rücktrittserklärung an Trump schrieb Mattis, der US-Präsident habe "das Recht auf einen Verteidigungsminister, dessen Ansichten mehr auf einer Linie mit Ihren Ansichten sind".

*Datenschutz

McGurk war noch von Trumps demokratischen Amtsvorgänger Barack Obama zum US-Sondergesandten der internationalen Militärallianz gegen den IS ernannt worden. Trump hatte den Anwalt und Diplomaten auf dem Posten belassen. Nur wenige Tage vor Trumps überraschender Ankündigung hatte McGurk die Mission gegen den IS als "nicht erfüllt" bezeichnet. Auch Trump ruderte am Samstag teilweise zurück und bezeichnete die Terrorgruppe IS nur noch als "weitgehend besiegt". Auf Twitter schrieb der US-Präsident aber auch, angrenzende Staaten wie die Türkei sollten locker in der Lage sein, sich um die Überreste zu kümmern. "Wir (die US-Truppen, d. Red.) kommen nach Hause!"

Quelle: n-tv.de, chr/rts/AFP

Mehr zum Thema