Politik

Solidarität und Entschlossenheit Weltweite Bestürzung über Londoner Attacke

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Am Morgen nach dem Anschlag ist die Polizeipräsenz in London hoch.

(Foto: AP)

Sieben Tote, fast fünfzig Verletzte, so die vorläufige Bilanz des nächtlichen Angriffs in London. Aus aller Welt kommen Beileidsbekundungen, so auch von Bundeskanzlerin Merkel. US-Präsident Trump nutzt die Gelegenheit für eigene politische Ziele.

Staatschefs aus aller Welt haben bestürzt auf die Anschläge von London reagiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekundete ihre Solidarität mit Großbritannien. "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit", erklärte Merkel. Deutschland stehe im Kampf gegen jede Form von Terrorismus fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sprach von einer bestürzenden Nachricht. Er sprach den Briten sein Mitgefühl aus. Deutschland werde nicht von der Seite Großbritanniens weichen. "Noch kennen wir nicht alle Hintergründe der Tat, aber klar ist schon jetzt: Für die Brutalität und Hinterhältigkeit solcher Verbrechen kann es keinerlei Rechtfertigung geben."

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekundete sein Mitgefühl mit den Briten, die in so kurzer Zeit nach dem Anschlag von Manchester erneut von einem Attentat getroffen wurden. "Die Kaltblütigkeit, mit der die Täter Passanten in London attackiert haben, ist verabscheuenswürdig und lässt uns in Trauer zusammenstehen", erklärte Steinmeier.

"Stärker denn je Seite an Seite"

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere zeigte sich erschüttert und sprach von einem feigen Angriff. Seine Solidarität gelte der Londoner Bevölkerung. Seiner britischen Kollegin Amber Rudd sicherte er jegliche Unterstützung zu.

Das tat auch der französische Präsident Emmanuel Macron. Auf Twitter erklärte er, Frankreich stehe stärker denn je Seite an Seite mit dem Vereinigten Königreich.

Auch US-Präsident Donald Trump verurteilte die Terrorattacken scharf und drückte der britischen Premierministerin Theresa May telefonisch sein Beileid aus. "Er (der Präsident) lobte die heroische Reaktion von Polizei und anderen Ersthelfern und bot die volle Unterstützung der US-Regierung bei der Untersuchung an sowie bei den Bemühungen, die Verantwortlichen für diese abscheulichen Angriffe zur Rechenschaft zu ziehen", teilte das Weiße Haus in der Nacht mit.

"WIR SIND BEI EUCH"

Schon zuvor hatte Trump via Twitter die Unterstützung seines Landes zugesagt. "Was auch immer die Vereinigten Staaten tun können, um in London und im Vereinigten Königreich zu helfen, wir werden da sein - WIR SIND BEI EUCH", schrieb Trump. In einem ersten Tweet kurz nach der Nachricht über die Vorfälle hatte der Republikaner betont, dass die USA "smart, wachsam und hart" sein müssten. So brauche das Land als eine zusätzliche Schutzmaßnahme die von ihm verfügten - und von Gerichten blockierten - Einreiseverbote, schrieb Trump.

Die US-Regierung sprach von einem "feigen Angriff auf unschuldige Zivilisten". Die USA seien zu jeder Hilfe bei den Ermittlungen bereit, die von Großbritannien gewünscht werde, hieß es in einer schriftlichen Erklärung des Washingtoner Außenministeriums. "Alle Amerikaner sind voll mit dem Volk Großbritanniens solidarisch."

In London kamen mindestens sieben Menschen ums Leben, als drei Angreifer mit einem Kleintransporter in Fußgänger rasten und anschließend mit Messern auf Menschen losgingen.

Quelle: ntv.de, sba/dpa