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Giftgrünes im Öko-Test13 Matchatees sind "sehr gut" - einer ist "mangelhaft"

26.10.2026, 11:38 Uhr
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Fast alle Produkte stammen aus Japan, nur zwei aus China. (Foto: dpa)

Grüne Lebensmittel haben den Ruf, besonders gesund zu sein, so auch fein gemahlener grüner Tee. Zudem liegt jener auch im Trend. Doch zuletzt geriet Matcha wegen Aluminium- und Pestizidbelastungen in Verruf. Öko-Test hat 18 Produkte untersucht.

Mit nur einer Tasse Matchatee Herz und Geist vom Ballast befreien, verspricht einer der untersuchten Matchatee-Produkte-Anbieter im Öko-Test. Das Magazin hat 18 Matchas - allesamt in Bio-Qualität - zu Preisen zwischen 17,98 und 79,67 Euro umgerechnet auf 100 Gramm - untersucht und interessierte sich vor allem dafür, ob die grünen Pulver selbst Ballast in Form von Verunreinigungen und Schadstoffen enthalten. Schließlich trüben seit Jahren Meldungen über Aluminiumbelastungen und zuletzt auch Produktrückrufe wegen giftiger Pestizide den Matcha-Hype.

Da Teepflanzen Aluminium über die Böden aufnehmen und dann anreichern können, wurden die Produkte daraufhin untersucht. Mehr als 500 Pestizide standen ebenfalls auf dem Prüfprogramm, darunter auch Glyphosat - hier gab es jedoch nur sehr wenige Befunde, die allesamt unterhalb der Bestimmungsgrenze lagen. Zudem können Tees mit Pyrrolizidinalkaloiden belastet sein, wenn versehentlich mitgeerntete Beikräuter diese Pflanzengifte bilden. Die Tester haben die Matchas auch daraufhin untersuchen lassen, ohne abwertungsrelevante Befunde, genau wie die Überprüfung auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Weil Lebensmittel mit Mineralölbestandteilen verunreinigt werden können, wenn sie, etwa bei der maschinellen Produktion, in Kontakt mit Schmierölen kommen, wurden die Tees auch auf MOSH/POSH und MOAH untersucht.

Alle Teepulver enthalten Aluminium

Fast alle Produkte stammen aus Japan, nur zwei aus China. Ausgerechnet diese beiden schneiden laut den Verbraucherschützern am schlechtesten ab. Im "Kollektiv Tee Matcha Bio Grüntee Pulver, Fairtrade" ("ausreichend") und im "Ahatee Bio Matcha Pulver" hat das beauftragte Labor Aluminium nachgewiesen - in Gehalten, die Öko-Test als "erhöht" einstuft. Auch alle anderen Teepulver im Test enthalten Aluminium - allerdings nur in Spuren. Teepflanzen können Aluminium auf natürlichem Weg aufnehmen und anreichern, wenn sie auf aluminiumbelasteten Böden wachsen. Der Stoff gilt unter anderem als nierenschädigend.

Bei fünf Produkten kritisiert Öko-Test gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH). Diese können sich im menschlichen Körper anreichern - mit noch unklaren Folgen. Beim "Ahatee Bio Matcha Pulver" stufen die Tester die Gehalte sogar als "stark erhöht" ein. Damit erhält das Pulver in der Gesamtbewertung die schlechteste Note im Test: "mangelhaft".

Insgesamt wurden 13 Matchatees aber für "sehr gut" befunden. Unter anderem auch die vergleichsweise günstigen "Dennree Bio-Matcha Grünteepulver" für 23,30 Euro und "Koro Matcha Mizu" für 24,38 Euro.

Quelle: ntv.de, awi

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