Ratgeber

Vier sind "mangelhaft" Ein Autokindersitz ist "sehr gut"

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15 Sitze bewerteten die Prüfer mit der Gesamtnote "gut".

(Foto: imago/blickwinkel)

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Fährt das Kind im Auto mit, soll es sicher sitzen. Bei dem breiten Angebot fällt Eltern die Auswahl nicht leicht. Welche Sitze sind wirklich gut? Die Stiftung Warentest klärt auf und findet in drei Sitzen zu viel schädliches Flammschutzmittel.

Schadstoffe sind unsichtbar: Wer beim Kauf eines Autokindersitzes vor der Auswahl im Regal steht, nimmt sie nicht wahr. Dennoch können sie aus einem eigentlich sicheren Sitz ein mangelhaftes Produkt machen.

26 Sitze für Kinder vom Neugeborenen bis zum 1,50 Meter großen Kind hat die Stiftung Warentest gemeinsam mit dem ADAC unter die Lupe genommen ("test"-Zeitschrift 6/2022).

In drei Sitzen fanden die Tester zu viel schädliches Flammschutzmittel. Der "Walser Kids Experts Noemi" für Kinder bis 1,50 Meter (80 Euro) und der "Lionelo Antoon RWF" für Babys und Kleinkinder (200 Euro) fielen allein wegen dieser Schadstoffbelastung durch und wurden neben zwei anderen Sitzen insgesamt für "mangelhaft" befunden.

Klarer Testsieger mit der Note "sehr gut" ist der "Cybex Anoris T i-Size", der mit 700 Euro allerdings auch preislich an der Spitze liegt. Geeignet ist er für Kinder zwischen 76 und 115 Zentimetern Körpergröße. Das Besondere: Bei einem Unfall öffnet sich ein Airbag direkt vor dem Kind und spannt von Kopf bis Knie ein Polster auf.

In der Altersklasse "Kind bis 1,50 m" schnitt der "Britax Römer Kidfix M i-Size" (180 Euro) mit der Note 2,0 am besten ab; im Bereich "Baby plus Kleinkind" machte der "Maxi-Cosi Mica Pro i-Size" (Note 2,1, 400 Euro) in Sachen Preis und Sicherheit das Rennen.

Babyschalen sind alle "gut"

15 Sitze bewerteten die Prüfer mit der Gesamtnote "gut", sechs mit "befriedigend". Punkten konnten vor allem die Babyschalen für die Allerkleinsten. Die zehn allesamt "gut" getesteten Produkte bekamen mit Blick auf mögliche Schadstoffe grünes Licht und lagen in Sachen Sicherheit im guten bis sogar sehr guten Bereich. So etwa der "Maxi-Cosi CabrioFix i-Size" (150 Euro, mit Basis 300 Euro), der "Cybex Aton B2 i-Size" (160 Euro, mit Basis 240 Euro) oder der "Pep-Pérego Primo Viaggio SLK" (199 Euro, mit Basis 340 Euro).

Der Preis liegt bei den Babyschalen zwischen 150 und 530 Euro. Abhängig ist er auch davon, ob die Schale eine Basis hat oder nicht. Mit Basis ist der Sitz teurer, die Handhabung dafür leichter. Denn die Basis wird einmal auf dem Sitz fest justiert und die Schale dann nur noch eingeklickt. Das Gurtgefummel entfällt.

Neue Schadstofftests sind genauer

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Auch einige gute und ein sehr guter Autokindersitz aus den Tests der vergangenen zwei Jahre sind weiterhin erhältlich. Was die Bilanz der Schadstoffe angeht, sind deren Testergebnisse allerdings nicht exakt mit denen der Sitze aus diesem Jahr vergleichbar.

Der Unterschied: Bisher wurden Proben aus verschiedenen Sitzteilen gemischt und analysiert. Dieses Mal wurden jeweils Einzelproben genommen, der Test wird dadurch genauer.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 17. Mai 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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