Ratgeber

Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im August

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Die Kita-Gebühren sinken, Schüler und Studierende erhalten mehr Bafög, Veranstaltungen sind vielerorts wieder mit mehr Teilnehmern möglich und Kreuzfahrtschiffe stechen wieder in See. Dies und anderes erwartet Sie im neuen Monat.

Die Kita-Gebühren sinken

Mit der Reform des Kinderbildungsgesetzes sinken ab August die Kita-Gebühren - in Nordrhein-Westfalen. Für das zweite Jahr in der Kita oder Kindertagespflege werden keine Gebühren mehr fällig. Zuvor war hier nur das letzte Jahr vor der Einschulung kostenfrei. Ebenfalls angepasst wurde die Geschwisterkind-Regelung: Elternbeiträge müssen in Zukunft nur noch einmal gezahlt werden, auch wenn mehrere Geschwister betreut werden.

Bis wann in welchem Bundesland Kita-Gebühren erhoben werden, lesen Sie hier.

Vielen Kitas und Schulen wieder mit Regelbetrieb

Nach dem Ende der Sommerferien im August sollen die Schulen in vielen deutschen Bundesländern wieder in den Regelbetrieb zurückkehren; unter anderem in Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen. Auch die Kitas kehren im August in vielen Ländern wieder zum Normalbetrieb zurück. In Berlin wird im Kampf gegen das Coronavirus zum Schulstart am 10. August eine Maskenpflicht an Schulen eingeführt. Diese soll für Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte in Schulgebäuden gelten.

Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern möglich

Was die Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus angeht, treten im August in vielen Bundesländern Lockerungen in Kraft. Ab dem 1. August sind in Baden-Württemberg etwa wieder Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen erlaubt.

Unter freiem Himmel gilt dies auch schon im Saarland, hier wird die Obergrenze ab dem 24. August auf bis zu 1000 Teilnehmer unter freiem Himmel und bis zu 500 Teilnehmer in geschlossenen Räumen erhöht. Auch Sachsen-Anhalt will ab dem 29. August Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen in geschlossenen Räumen erlauben.

BAföG-Erhöhung für Schüler und Studierende

Zum Wintersemester 2020/2021 steigt der Höchstsatz für Studierende von 853 auf 861 Euro pro Monat. Auch Schüler können sich über eine höhere Förderung freuen: Vorher gab es maximal 825 Euro im Monat, ab August sind es 832 Euro. Dazu kommt, dass künftig mehr Schüler und Studierende förderungsberechtigt sein werden.

Reform des Aufstiegs-Bafögs

Mit der Reform des Aufstiegs-Bafögs verdoppelt sich zum einen der Zuschuss zum Unterhaltsbeitrag, zum anderen erhöht sich der Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende von 130 auf 150 Euro. Außerdem sind die Möglichkeiten zur Stundung oder zum Erlass bei der Rückzahlung der erhaltenen Bafög-Mittel nun größer. Ein weiterer Vorteil der Reform: Eine Förderung bis zum "Master-Niveau" ist über alle Stufen der beruflichen Qualifizierung hinweg möglich.

Mehr Schutz für entsandte Arbeitnehmer

Nach Deutschland entsandte Beschäftigte haben von nun an Anspruch auf einen Tariflohn. Das geht aus der geänderten EU-Entsenderichtlinie hervor. Zudem erhalten sie Weihnachts- und Urlaubsgeld, Schmutz- und Gefahrenzulagen. Reisekosten für Dienstreisen im Inland übernehmen die Unternehmen - Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten dürfen nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden. Grundsätzlich gelten für Beschäftigte aus dem Ausland künftig nach zwölf Monaten Beschäftigung alle in Deutschland vorgeschriebenen Arbeitsbedingungen. Eine Ausnahme sind die Fernfahrer. Das Gesetz ist bereits am 30. Juli 2020 in Kraft getreten.

Meldepflicht bei Corona-Infektionen von Haustieren

Positive Corona-Tests bei Haustieren sind seit dem 3. Juli meldepflichtig. Damit soll die Forschung Erkenntnisse über Vorkommen, Übertragung und Ausbreitung des Virus erlangen. Eine Pflicht, das Tier testen zu lassen, besteht allerdings nicht.

Ikea nimmt vegane Köttbullar ins Sortiment

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Der Fleischkloß-Klassiker von Ikea wird ab August auch in einer veganen Variante angeboten. Der "Plantbullar" ist das pflanzliche Pendant zum "Köttbullar" und soll laut dem Unternehmen auch günstiger sein.

Kreuzfahrtschiffe fahren wieder

Die Schiffe der Aida und Tui Cruises werden ab dem 1. August wieder in See stechen - wie zu erwarten mit einem angepassten Hygienekonzept sowie einer reduzierten Passagieranzahl.

Quelle: ntv.de, awi