Ratgeber

Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im Dezember

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(Foto: imago/CHROMORANGE)

Die Deutsche Bahn ändert ihren Fahrplan - und erhöht die Preise. Die Beschränkungen zwecks Eindämmung der Corona-Pandemie werden erweitert, und Wohnungseigentümer erhalten mehr Rechte. Dies und anderes erwartet Sie im neuen Monat.

Deutsche Bahn ändert Fahrplan und Preise

Ab dem 13. Dezember gilt bei der Deutschen Bahn ein neuer Fahrplan. Dieser Winter-Fahrplan 2020/21 ist dann bis zum 12. Juni 2021 gültig. Die Tickets werden im Fernverkehr mit dem neuen Fahrplan um durchschnittlich ein Prozent teurer. Sie liegen damit aber weiterhin unter dem Vorjahresniveau. Denn zum 1. Januar 2020 wurden die Preise wegen der Mehrwertsteuersenkung für Fernverkehrstickets um rund zehn Prozent gesenkt.

Flexpreis-Tickets werden zum 13. Dezember um durchschnittlich 1,5 Prozent teurer. Die BahnCard 100 kostet rund 1,9 Prozent mehr. Bei den Sparpreisen und BahnCard 25/50 bleiben die Preise hingegen stabil.

Bereits seit dem 27. November gilt, dass Fahrgäste nun nur noch einen Sitzplatz pro Doppelsitz reservieren können. An den Tischen lassen sich zwei schräg gegenüberliegende Plätze reservieren. Für gemeinsam reisende Familien und Paare sollen eigene Bereiche zur Verfügung stehen, in denen sich Plätze auch nebeneinander buchen lassen. Insgesamt sollen nur bis zu 60 Prozent der Sitzplätze in einem Zug reservierbar sein. Es ist aber nach wie vor möglich, auch ohne Reservierung mit dem Zug zu fahren.

Corona-Regeln werden ausgeweitet

Ab dem 1. Dezember werden einige Corona-Regeln verschärft, wodurch sich beispielsweise nur noch maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen dürfen. Allein Schleswig-Holstein geht einen Sonderweg. Dort sind weiterhin Treffen von zehn Menschen erlaubt, die Zahl der Haushalte spielt keine Rolle. Im Rest von Deutschland wird das durch kurzzeitige Ausnahmen nur zu Weihnachten und Silvester möglich sein.

Mehr Rechte für Wohnungseigentümer

Einzelne Wohnungseigentümer können ab dem neuen Monat grundsätzlich verlangen, dass sogenannte privilegierte Maßnahmen von den Miteigentümern zu gestatten sind. Dies ist im neuen Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) geregelt, welches ab dem 1. Dezember in Kraft tritt. Dazu gehört der Einbau einer Lademöglichkeit für E-Autos, ebenso Aus- und Umbaumaßnahmen für mehr Barrierefreiheit, zum Einbruchschutz und für einen Glasfaseranschluss. Diese Maßnahmen bedürfen künftig nicht mehr der Zustimmung aller. Die Kosten trägt dann der jeweilige Eigentümer.

Für bauliche Veränderungen gilt: Hat eine doppelt qualifizierte Mehrheit in der Eigentümerversammlung (das heißt: mehr als zwei Drittel der Stimmen auf der Eigentümerversammlung und mindestens 50 Prozent der Miteigentumsanteile an der Immobilie) für die Maßnahme gestimmt, haben alle Eigentümer die Maßnahme zu bezahlen. Das gilt nicht, wenn sie mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist, was künftig gerichtlich überprüfbar ist. Gibt es für die Maßnahme nur einen einfachen Mehrheitsbeschluss in der Eigentümerversammlung, müssen diejenigen dafür zahlen, die dafür gestimmt haben.

Verkäufer muss Hälfte der Maklerprovision zahlen

Ab dem 23. Dezember gilt, dass wer einen Makler beauftragt, mindestens die Hälfte der Maklerprovision selbst tragen muss. Bisher übernimmt meist der Käufer komplett die Maklerprovision von bis zu gut sieben Prozent des Kaufpreises. Auch Verkäufer müssen sich dann an den Kosten für einen Immobilienmakler beteiligen.

Neu ist auch: Der Maklervertrag bedarf künftig einer Textform. Eine mündliche Abrede reicht nicht mehr aus. Und eine Provision wird erst dann fällig, wenn auch ein Kaufvertrag geschlossen wurde. In Zukunft muss der Käufer seinen Anteil auch erst dann überweisen, wenn der Verkäufer seine Zahlung nachgewiesen hat. Damit ist es künftig nicht mehr möglich, dass Verkäufer die volle Provision auf den Käufer abwälzen.

Hartz IV wird erhöht

Ab 2021 steigen die Regelleistungen bei Hartz IV. Diese werden bereits im Dezember 2020 überwiesen. Zudem werden auch die Mehrbedarfe entsprechend angepasst. Der Arbeitslosengeld-II-Eckregelsatz (Single-Haushalt) wird auf 446 Euro (plus 14 Euro) angehoben. Die Sätze für Jugendliche in einer Bedarfsgemeinschaft steigen auf 373 Euro (plus 45 Euro). Kinder bis zum 5. Lebensjahr sollen ab 2021 283 Euro (plus 33 Euro) monatlich erhalten.

Die ALG-II-Leistungen für Paare beziehungsweise Ehegatten sollen ab 2021 401 statt 389 Euro betragen. Junge Erwachsene unter 25 Jahre, die noch bei den Eltern leben, erhalten dann 357 Euro - 12 Euro mehr. Die Sätze für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren sollen lediglich um 1 Euro auf 309 Euro steigen.

Günstigere FFP2-Masken für Risikogruppen

Ab dem neuen Monat sollen Senioren und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen 15 FFP2-Masken vergünstigt erhalten. Darauf haben sich Bund und Länder verständigt, die genauen Details stehen noch nicht fest.

Quelle: ntv.de, awi