Ratgeber
(Foto: imago/CHROMORANGE)
Freitag, 29. Juni 2018

Verbraucher aufgepasst: Das ändert sich im Juli

Im neuen Monat steigen die Renten in Ost und West an. Schmerzmittel-Verpackungen erhalten Warnhinweise und die ersten Energieausweise verlieren ihre Gültigkeit. Dies und anderes erwartet Verbraucher im Juli. 

Renten steigen

Ab dem 1. Juli erhalten die mehr als 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner mehr Geld. Im Osten steigen die Altersbezüge um 3,4 Prozent, im Westen um 3,2 Prozent. Die Ostrenten werden weiter ans Westniveau angeglichen. 2018 erreicht der Rentenwert Ost 95,8 Prozent des Westwerts.

Betriebsdaten werden an Arbeitsschutzbehörden übermittelt

Die Bundesagentur für Arbeit leitet ab dem neuen Monat Betriebsdaten an die obersten Arbeitsschutzbehörden der Länder weiter. Dadurch soll der Arbeitsschutz in den Betrieben länderübergreifend besser überwacht werden.

Warnhinweis auf Schmerzmittel-Verpackungen

"Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage oder vom Apotheker empfohlen!" - diesen Warnhinweis müssen freiverkäufliche Schmerzmittel ab dem 1. Juli auf der Verpackung tragen. Das soll dazu beitragen, Überdosierungen und unerwünschte Nebenwirkungen zu verhindern.

Zudem bekommen alle Verpackungen verschreibungspflichtiger Medikamente ein individuelles Erkennungsmerkmal. Dies soll verhindern, dass gefälschte Arzneimittel in den Handel gelangen. Außerdem werden Verpackungen gegen Manipulation gesichert.

Neues EU-Reiserecht: Mehr Transparenz und Rechtssicherheit

Immer häufiger kombinieren Verbraucher einzelne Reiseleistungen, auch über das Internet. Die neue EU-Pauschalreise-Richtlinie greift diesen Wandel auf und sorgt für einen EU-weit einheitlichen Verbraucherschutz.

EU-weites Verbot von Dentalamalgam bei Risikogruppen

Ab dem 1. Juli dürfen Zahnärzte das quecksilberhaltige Dentalamalgam grundsätzlich nicht mehr für die Behandlung von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von Schwangeren oder Stillenden verwenden. Die sogenannte Minimata-Konvention von 2013, die 90 Staaten beschlossen haben, sieht vor, die Nutzung von Quecksilber soweit wie möglich zu reduzieren.

Energieausweise älterer Wohnhäuser werden ungültig

Im Laufe des Monats verlieren Energieausweise ihre Gültigkeit, die ab Juli 2008 für Häuser mit einem Baujahr vor 1966 ausgestellt wurden. Hauseigentümer, die demnächst ihr Haus verkaufen, vermieten oder verpachten wollen, sollten sich mithilfe eines qualifizierten Energieberaters einen neuen, wieder zehn Jahre gültigen Energieausweis in Form eines "Bedarfsausweises" erstellen lassen.

Quelle: n-tv.de